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Codes und Verschlüsselung: Quiz
16 Fragen · Mathematik & Logik
Seit Menschen schreiben, wollen sie manches nur bestimmten Lesern verraten. Die Spartaner wickelten einen Lederstreifen um einen Stab, die Skytale; abgewickelt ergaben die Buchstaben keinen Sinn. Julius Caesar soll jeden Buchstaben um drei Stellen im Alphabet verschoben haben, die Caesar-Chiffre. Geknackt wurden solche Verfahren mit der Frequenzanalyse, die der arabische Gelehrte al-Kindi schon im 9. Jahrhundert beschrieb: Wer weiß, welche Buchstaben am häufigsten vorkommen, liest die Nachricht trotzdem.
Dass ein geknackter Code Leben kosten kann, erfuhr 1587 Maria Stuart. Ihre verschlüsselten Briefe an Anthony Babington wurden abgefangen und entziffert, und die Pläne gegen Elisabeth I. brachten sie aufs Schafott. Sicherer schien die Vigenère-Chiffre mit ihrem Schlüsselwort, die als unknackbar galt, bis sie im 19. Jahrhundert fiel. Charles Wheatstone erfand 1854 ein Verfahren mit Buchstabenpaaren, das nach seinem Freund Lord Playfair benannt wurde.
Im 20. Jahrhundert entschieden Codes Kriege mit. 1917 entzifferten die Briten ein Telegramm des deutschen Staatssekretärs Arthur Zimmermann, das Mexiko ein Bündnis anbot; wenig später traten die USA in den Krieg ein. Die Enigma knackte zuerst der Pole Marian Rejewski, später baute Alan Turing seine „Bombe“. Im Pazifik sprachen die Code Talker der Navajo in ihrer eigenen Sprache, die der Gegner nie entschlüsselte.
Heute verschlüsselt jeder, meist ohne es zu merken. RSA arbeitet mit einem öffentlichen Schlüssel, den jeder kennen darf, Hashfunktionen erzeugen unumkehrbare Fingerabdrücke, und die Steganografie versteckt Botschaften in harmlosen Bildern. Und manche Rätsel beschäftigen Forscher bis heute: das Voynich-Manuskript in seiner unbekannten Schrift und die Skulptur Kryptos vor dem Hauptquartier der CIA.
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