🧠
Das Gehirn: Quiz
16 Fragen · Gesundheit & Medizin
Am 13. September 1848 trieb eine Sprengung in Vermont eine über einen Meter lange Eisenstange durch den Kopf des Bahnarbeiters Phineas Gage. Er überlebte, sprach kurz darauf wieder und ließ sich aufrecht sitzend zum Arzt fahren. Doch seine Freunde fanden, er sei „nicht mehr Gage“: Der verlässliche Vorarbeiter war launisch und unberechenbar geworden. Zum ersten Mal ahnte die Medizin, dass auch die Persönlichkeit einen Ort im Gehirn hat.
Dieses Organ wiegt knapp 1,4 Kilogramm, verbraucht aber rund 20 Prozent der Energie des Körpers. Seine etwa 86 Milliarden Neuronen tauschen an Synapsen Botenstoffe aus: Dopamin treibt das Belohnungssystem an, Serotonin ist das Ziel vieler Antidepressiva. Das Kleinhirn hält uns im Gleichgewicht, der Hirnstamm steuert Atmung und Herzschlag, der Hypothalamus regelt Temperatur, Hunger und Durst, und der Balken verbindet die beiden Hirnhälften.
Vieles verdankt die Forschung ihren Patienten. 1861 untersuchte Paul Broca einen Mann, der nur noch eine einzige Silbe sprechen konnte, und fand den Schaden in der Region, die heute Broca-Areal heißt; wenige Jahre später beschrieb Carl Wernicke das Wernicke-Areal für das Sprachverständnis. 1953 entfernte ein Chirurg dem Patienten H. M., Henry Molaison, große Teile beider Hippocampi, um seine Epilepsie zu lindern. Danach konnte er keine neuen Erinnerungen mehr bilden.
Heute schauen Forscher dem Gehirn bei der Arbeit zu, vom EEG, das seit 1924 Hirnströme aufzeichnet, bis zu Bildern, auf denen die Amygdala bei Angst aufleuchtet.
Kostenlos üben
In PurFact kommt jede Karte genau dann wieder, wenn du sie sonst vergessen würdest. So bleibt das Wissen hängen.