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Denkfehler & kognitive Verzerrungen: Quiz
16 Fragen · Wissenschaft
Unser Gehirn ist ein Meister der Abkürzung. Es muss in Sekundenbruchteilen entscheiden, und dafür greift es auf Faustregeln zurück, die meistens gut funktionieren und manchmal zuverlässig danebenliegen. Die Psychologen Daniel Kahneman und Amos Tversky haben diese Ausrutscher in den 1970er-Jahren systematisch vermessen; Kahneman bekam dafür 2002 den Wirtschaftsnobelpreis. Seitdem haben die Denkfehler Namen.
Manche kennen Sie aus dem Alltag: Wer eine Meinung hat, findet überall Bestätigung, und wer eine Jacke gekauft hat, sieht sie plötzlich an jeder Ecke. Beim Bestätigungsfehler merken wir uns die Treffer und übersehen den Rest. Der Ankereffekt lässt eine zufällige Zahl unsere Schätzung verschieben, der Halo-Effekt macht aus einem freundlichen Lächeln gleich einen kompetenten Menschen. Am Roulettetisch glauben Spieler nach fünfmal Rot, jetzt sei Schwarz fällig, und verfallen damit dem Spielerfehlschluss. Und wer ein Projekt nur weiterführt, weil schon so viel Geld drinsteckt, sitzt in der Sunk-Cost-Falle, wie einst die Erbauer der Concorde.
Andere Verzerrungen sind leiser: Der Rückschaufehler lässt uns nachher glauben, wir hätten es immer gewusst. Der Survivorship Bias zeigt nur die Gewinner, weil die Verlierer nicht mehr erzählen. Selbst zusammengebaute Regale gefallen uns dank IKEA-Effekt besser, Horoskope wirken dank Barnum-Effekt erstaunlich treffend, und der Dunning-Kruger-Effekt erklärt, warum ausgerechnet Laien am lautesten sind. Wer die Namen kennt, ist nicht immun, erkennt die Fallen aber öfter, bevor er hineintappt.
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