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Jazz: Quiz
16 Fragen · Musik
Um 1900 klang aus den Kneipen, Tanzsälen und Straßenumzügen von New Orleans eine Musik, die es so noch nicht gegeben hatte. In der Hafenstadt am Mississippi trafen afrikanische Rhythmen, Blues, Ragtime, Kirchengesang und die Blaskapellen der Paraden aufeinander. Im Rotlichtviertel Storyville fanden Pianisten und Bands Arbeit, und Kornett, Klarinette und Posaune spielten durcheinander, jeder frei und doch zusammen. Später nannte man diesen Stil Dixieland. Das Herz des Ganzen war von Anfang an die Improvisation: Niemand spielte ein Solo zweimal gleich.
Als Storyville 1917 schloss, zogen viele Musiker nach Norden, nach Chicago und New York. In Harlem blühte in den 1920ern eine afroamerikanische Kultur, und in den 1930ern wurde Jazz zur Popmusik: Der Swing der Big Bands mit ihren Sätzen aus Saxofonen, Trompeten und Posaunen füllte die Ballsäle. Das Saxofon, das der Belgier Adolphe Sax einst für Militärkapellen gebaut hatte, wurde zur Stimme des Jazz, während der Kontrabass mit seinem Walking Bass das Tempo trug.
Nach Feierabend trafen sich junge Musiker in Clubs wie dem Minton’s Playhouse zur Jam-Session. Dort entstand Anfang der 1940er der Bebop, schnell, vertrackt und eher zum Zuhören als zum Tanzen. Danach ging es Schlag auf Schlag: Hard Bop, Cool Jazz, um 1960 der Free Jazz ohne feste Akkorde und Ende der 1960er die Fusion mit Rock und elektrischen Instrumenten. Das New Yorker Label Blue Note Records, gegründet von dem Berliner Emigranten Alfred Lion, hielt viele dieser Aufbrüche fest. Gefeiert wird der Jazz bis heute auf Festivals wie in Newport, seit 1954, und in Montreux am Genfersee, seit 1967.
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