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Kometen: Quiz
16 Fragen · Astronomie & Weltall
Im Frühjahr 1066 stand ein heller Stern mit langem Schweif über Europa. In England galt er als böses Omen, und wenige Monate später fiel König Harold bei Hastings. Auf dem Teppich von Bayeux zeigen Männer zum Himmel, über ihnen der Schweifstern. Erst Edmond Halley erkannte 1705, dass dieser Gast regelmäßig wiederkommt, etwa alle 76 Jahre. Der Halleysche Komet erschien zuletzt 1986 und kehrt 2061 zurück.
Ein Komet ist im Grunde ein schmutziger Schneeball, ein Kern aus Eis und Staub, oft nur wenige Kilometer groß. Nähert er sich der Sonne, verdampft das Eis und bildet eine leuchtende Hülle, die Koma, und der Sonnenwind bläst daraus die Schweife. Woher die Wanderer kommen, ahnte Jan Oort: Die langperiodischen stammen aus einer fernen Eiswolke weit draußen, der Oortschen Wolke, die kurzperiodischen meist aus dem Kuipergürtel jenseits des Neptun. Manche ziehen in wenigen Jahren um die Sonne, wie Encke mit gut drei Jahren, andere hinterlassen Staubspuren, durch die die Erde jedes Jahr fliegt: Swift-Tuttle schenkt uns die Perseiden, Tempel-Tuttle die Leoniden.
Das 20. Jahrhundert brachte Höhepunkte und Pannen. Kohoutek wurde 1973 als Jahrhundertkomet gefeiert und blieb blass. Hyakutake und Hale-Bopp dagegen leuchteten 1996 und 1997 prachtvoll, und 1994 sah die Welt zu, wie die Trümmer von Shoemaker-Levy 9 in den Jupiter krachten. Seitdem besuchen Sonden die Eiskörper: 2005 traf ein Geschoss den Kometen Tempel 1, 2014 landete Philae auf Tschurjumow-Gerassimenko. NEOWISE zierte im Corona-Sommer 2020 den Nachthimmel, und 2017 tauchte ʻOumuamua auf, der erste bekannte Besucher aus einem fremden Sternsystem.
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