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Tiefsee: Quiz
16 Fragen · Natur
Am 23. Januar 1960 sank ein seltsames Gefährt fast fünf Stunden lang in die Finsternis des Pazifiks. An Bord der Trieste, eines Tauchboots mit einer winzigen Stahlkugel als Kabine, saßen Jacques Piccard und der US-Marineoffizier Don Walsh. Ihr Ziel war das Challengertief im Marianengraben, die tiefste bekannte Stelle der Erde, fast elf Kilometer unter dem Meeresspiegel. Beim Abstieg bekam ein Fenster einen Riss, doch sie landeten und sahen im Scheinwerferlicht, wie es heißt, einen flachen Fisch. Erst 2012 wagte sich wieder ein Mensch dorthin: der Filmregisseur James Cameron, allein in einem eigens gebauten Tauchboot.
Dort unten lastet ein Druck von rund 1100 bar, und Licht gibt es nur, wenn Tiere es selbst erzeugen. Diese Biolumineszenz nutzt der Anglerfisch, der Beute mit einem leuchtenden Köder anlockt. Der Riesenkalmar wurde 2004 erstmals lebend in seinem Lebensraum fotografiert, der Dumbo-Oktopus rudert mit ohrartigen Flossen, und der Pottwal taucht auf der Jagd bis in 2000 Meter Tiefe. Von oben rieselt unablässig Meeresschnee herab, die Nahrung vieler Bewohner.
1977 entdeckten Forscher mit dem Tauchboot Alvin heiße Quellen am Meeresgrund, um die herum ganze Lebensgemeinschaften ohne Sonnenlicht gedeihen; zwei Jahre später fanden sie die ersten Schwarzen Raucher. Die Fachleute teilen die Tiefe in Zonen: unterhalb der Kontinentalhänge das Abyssal der großen Ebenen, ganz unten das Hadal der Gräben. Und selbst der Blobfisch, 2013 zum hässlichsten Tier der Welt gewählt, sieht in seiner Heimat ganz normal aus.
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