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Agatha Christie lernen
13 Fragen · Literatur
Agatha Christie, 1890 im englischen Seebad Torquay geboren, ist die „Queen of Crime" und nach Schätzungen des Guinness-Buchs die meistverkaufte Romanautorin aller Zeiten: über zwei Milliarden Bücher, übersetzt in mehr als 100 Sprachen, übertroffen nur von Bibel und Shakespeare. Ihr Rüstzeug erwirbt sie ausgerechnet im Ersten Weltkrieg: Als Apothekenhelferin im Lazarett lernt sie alles über Gifte: die bevorzugte Mordwaffe ihrer Romane.
1920 debütiert sie mit „Das fehlende Glied in der Kette" und mit ihm der eitle belgische Meisterdetektiv Hercule Poirot, der mit Schnurrbart und „kleinen grauen Zellen" 33 Romane lang ermittelt. Die zweite große Figur ist sein Gegenteil: Miss Jane Marple, die scheinbar harmlose alte Dame aus dem Dorf St. Mary Mead, die Verbrechen durch Menschenkenntnis löst. Christies Spezialität sind Rätsel-Konstruktionen mit Paukenschlag: „Alibi" (1926) wagt einen bis heute diskutierten Erzähler-Trick, „Mord im Orient-Express" (1934) eine Lösung, bei der praktisch alle es waren, und „Und dann gabs keines mehr" (ihr meistverkaufter Roman) lässt zehn Schuldige auf einer Insel nach einem Abzählreim sterben.
Ihr eigenes Leben lieferte den größten Krimi: Im Dezember 1926 verschwand Christie nach dem Untreue-Geständnis ihres Mannes elf Tage spurlos: halb England suchte sie, bis man sie in einem Hotel in Harrogate fand, eingecheckt unter dem Namen der Geliebten. Was geschah, hat sie nie erklärt. In zweiter Ehe mit dem Archäologen Max Mallowan begleitete sie Ausgrabungen im Orient: Stoff für viele Romane. Sie starb 1976.
Wusstest du, dass Christies Theaterstück „Die Mausefalle" seit 1952 ununterbrochen in London läuft: die am längsten gespielte Theaterproduktion der Welt?
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