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Hans Christian Andersen lernen
13 Fragen · Literatur
Hans Christian Andersen, 1805 im dänischen Odense als Sohn eines armen Schuhmachers geboren, zieht mit 14 Jahren allein nach Kopenhagen, mit dem festen Vorsatz, berühmt zu werden: erst als Sänger und Tänzer am Königlichen Theater, was kläglich scheitert, bis Gönner dem sonderbaren, hochaufgeschossenen Jungen eine Schulbildung finanzieren. Der Aufstieg des Schustersohns aus bitterer Armut ist selbst ein Märchen und genau darin wird er unsterblich.
Ab 1835 veröffentlicht Andersen seine „Märchen, für Kinder erzählt": doch anders als die Brüder Grimm sammelt er nicht, er erfindet: über 150 Kunstmärchen, hinter deren einfacher Sprache Witz, Melancholie und doppelte Böden für Erwachsene stecken. „Die kleine Meerjungfrau", die für die Liebe ihre Stimme opfert; „Das hässliche Entlein", das sich als Schwan entpuppt: Andersens verkapptes Selbstporträt; „Des Kaisers neue Kleider" mit dem Kind, das ruft, was keiner zu sagen wagt: „Er hat ja gar nichts an!"; dazu „Die Prinzessin auf der Erbse", „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern" und „Die Schneekönigin", die noch Disneys „Frozen" inspirierte.
Der rastlose Junggeselle ist auch ein Reisender vor dem Herrn: „Reisen ist leben", lautet sein Motto; kreuz und quer fährt er durch Europa bis in den Orient. Bei Charles Dickens bleibt er als Gast legendäre fünf Wochen, dem Gastgeber deutlich zu lang. Unglückliche Lieben (etwa zur Sängerin Jenny Lind, der „schwedischen Nachtigall") verwandelt er in Literatur.
Als Andersen 1875 bei Kopenhagen stirbt, ist er längst Weltstar und Ehrenbürger von Odense. Wusstest du, dass sein Geburtstag, der 2. April, heute der Internationale Kinderbuchtag ist und die kleine Meerjungfrau als Bronzefigur im Kopenhagener Hafen Dänemarks Wahrzeichen wurde?
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