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Dante Alighieri lernen
12 Fragen · Literatur
Dante Alighieri, 1265 in Florenz geboren, begegnet mit neun Jahren einem Mädchen namens Beatrice und diese kaum reale Begegnung wird zur poetischen Kraftquelle seines Lebens. Beatrice stirbt jung, doch in Dantes Dichtung steigt sie zur himmlischen Führerin auf. Der junge Dante ist zugleich Bürger mit Leib und Seele: Er kämpft in der Schlacht, sitzt im Stadtrat, wird Prior von Florenz. Dann zermalmt ihn die Parteipolitik zwischen Guelfen-Fraktionen: 1302 wird er in Abwesenheit verurteilt und aus Florenz verbannt: bei Rückkehr drohte der Feuertod. Er sieht seine Heimatstadt nie wieder.
Im Exil, „wie salzig fremdes Brot schmeckt" nun wissend, schreibt Dante das Werk, das ihn unsterblich macht: die „Göttliche Komödie" (Divina Commedia). In hundert Gesängen wandert der Dichter selbst durch die drei Jenseitsreiche: „Inferno", „Purgatorio", „Paradiso": durch die neun Höllenkreise mit ihren nach Sündenschwere gestaffelten Strafen, den Läuterungsberg hinauf, bis Beatrice ihn durchs Paradies zur Gottesschau leitet. Durch Hölle und Fegefeuer führt ihn sein verehrter Vergil. Über dem Höllentor steht der berühmteste Satz des Werks: „Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren!" Revolutionär ist die Sprache: Dante schreibt nicht Latein, sondern toskanisches Italienisch und macht den Dialekt damit zur Grundlage der italienischen Schriftsprache. Die Italiener nennen ihn schlicht „il Sommo Poeta", den höchsten Dichter, und die Dreizeilenstrophe des Werks, die Terzine, ist seine Erfindung.
Dante stirbt 1321 in Ravenna, wo er bis heute begraben liegt: Florenz bittet seit Jahrhunderten vergeblich um die Gebeine.
Wusstest du, dass „Komödie" nur bedeutet, dass die Geschichte gut endet? Das Beiwort „göttlich" verpasste dem Werk erst die Nachwelt: angeblich Boccaccio.
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