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E. T. A. Hoffmann lernen
12 Fragen · Literatur
Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann (1776 bis 1822), geboren in Königsberg, war eine der schillerndsten Doppelbegabungen der deutschen Romantik: hauptberuflich preußischer Jurist am Berliner Kammergericht, nebenbei Komponist, Musikkritiker und Zeichner und einer der einflussreichsten Erzähler der „schwarzen Romantik“. Aus Verehrung für Mozart ersetzte er seinen dritten Vornamen Wilhelm durch „Amadeus“: daher „E. T. A.“.
Seine Erzählungen verbinden Alltag und Albtraum, Vernunft und Wahn. Im „Sandmann“ verliebt sich der Student Nathanael in die Puppe Olimpia und zerbricht an der Angst vor dem augenraubenden Sandmann: eine Geschichte, die Sigmund Freud später zum Musterbeispiel für „das Unheimliche“ machte und die Vorlagen für das Ballett „Coppélia“ lieferte. Sein Weihnachtsmärchen „Nussknacker und Mausekönig“ wurde durch Tschaikowski zum weltberühmten Ballett.
Hoffmann schrieb meist nachts, nach dem Dienst im Gericht und oft in Weinstuben. Er schuf den grüblerischen Kapellmeister Johannes Kreisler (dem Robert Schumann die „Kreisleriana“ widmete), den schreibenden Kater Murr und mit dem „Fräulein von Scuderi“ eine der ersten deutschen Kriminalgeschichten. 1822 starb er mit nur 46 Jahren in Berlin.
Wusstest du, dass Jacques Offenbach Hoffmann selbst zum Helden einer Oper machte? In „Hoffmanns Erzählungen“ tritt der Dichter als Bühnenfigur auf und erzählt seine eigenen fantastischen Geschichten.
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