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Gabriel García Márquez lernen
13 Fragen · Literatur
Gabriel García Márquez, 1927 im kolumbianischen Karibik-Städtchen Aracataca geboren, wächst bei den Großeltern auf: Der Großvater, ein alter Oberst, erzählt vom Bürgerkrieg; die Großmutter berichtet von Geistern und Wundern im selben sachlichen Ton wie vom Wetter. Genau dieser Ton wird Weltliteratur. Nach Jahren als Journalist in Cartagena, Bogotá und Europa hat „Gabo" 1965 auf einer Autofahrt nach Acapulco die Eingebung seines Lebens: Er kehrt um, schließt sich 18 Monate ein und schreibt „Hundert Jahre Einsamkeit" (1967).
Die Chronik von sieben Generationen der Familie Buendía im erfundenen Dorf Macondo (gegründet von José Arcadio Buendía, umweht von gelben Schmetterlingen, heimgesucht von Bananenfieber, Bürgerkriegen und einem Regen, der vier Jahre dauert) wird zum Jahrhundertbuch: über 50 Millionen Exemplare, für viele der größte Roman spanischer Sprache seit dem „Don Quijote". Sein Stil bekommt einen Namen: Magischer Realismus: das Wunderbare, erzählt als das Selbstverständlichste der Welt. Es folgen „Der Herbst des Patriarchen", „Chronik eines angekündigten Todes" und „Die Liebe in den Zeiten der Cholera": die jahrzehntelang wartende Liebe von Florentino Ariza und Fermina Daza, inspiriert von der Brautwerbung seiner Eltern. 1982 erhält Gabo den Literaturnobelpreis; zur Verleihung erscheint er statt im Frack im weißen karibischen Liqui-Liqui.
Der Journalist blieb er immer und ein Freund Fidel Castros, was ihm harte Kritik eintrug; die USA verweigerten ihm jahrelang das Visum. Er starb 2014 in Mexiko-Stadt; Kolumbien trauerte drei Tage lang.
Wusstest du, dass Gabo und seine Frau Mercedes das Manuskript von „Hundert Jahre Einsamkeit" nur zur Hälfte zur Post bringen konnten? Das Porto reichte nicht: sie schickten erst die zweite Hälfte, dann versetzten sie Heizofen und Mixer für den Rest.
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