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Johann Wolfgang von Goethe lernen
13 Fragen · Literatur
Johann Wolfgang Goethe, 1749 in Frankfurt am Main in ein wohlhabendes Bürgerhaus geboren, wird mit 25 über Nacht europäischer Star: „Die Leiden des jungen Werthers" (1774), der Briefroman um einen unglücklich Liebenden, löst ein regelrechtes Fieber aus: junge Männer kleiden sich in Werthers Blau-Gelb, und der Begriff vom „Werther-Effekt" beschäftigt die Forschung bis heute. Mit dem Sturm-und-Drang-Drama „Götz von Berlichingen" hatte er kurz zuvor die Bühne aufgemischt.
1775 folgt der Dichter der Einladung des jungen Herzogs Carl August nach Weimar und bleibt fast 60 Jahre: als Minister, Theaterdirektor, Naturforscher und Mittelpunkt dessen, was man die „Weimarer Klassik" nennt. Die prägendste Freundschaft seines Lebens verbindet ihn ab 1794 mit Friedrich Schiller: ein Arbeitsbündnis, aus dem Balladen, Xenien und gegenseitige Meisterwerke hervorgehen. Die Italienreise (1786 bis 1788) hatte ihn zuvor zur klassischen Form bekehrt; nebenher entdeckt der Naturforscher Goethe den Zwischenkieferknochen des Menschen und schreibt eine eigenwillige Farbenlehre, die er für wichtiger hielt als seine Dichtung.
Sein Lebenswerk aber ist der „Faust": Die Tragödie des Gelehrten, der im Pakt mit dem Teufel Mephisto nach Erkenntnis und Erfüllung jagt, begleitet Goethe über 60 Jahre. Teil eins (1808) mit der Gretchentragödie wird das meistgespielte Stück deutscher Sprache, den zweiten Teil versiegelt der Dichter für die Zeit nach seinem Tod. Dazu Gedichte, die jeder kennt („Erlkönig", „Über allen Gipfeln ist Ruh"), Romane, der „West-östliche Divan": kaum eine Gattung, die er nicht geprägt hat.
Goethe stirbt 1832 in Weimar; die überlieferten letzten Worte: „Mehr Licht!" Wusstest du, dass das deutsche Kulturinstitut in aller Welt (das Goethe-Institut) nach ihm benannt ist?
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