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Ernest Hemingway lernen
13 Fragen · Literatur
Ernest Hemingway, 1899 in Oak Park bei Chicago geboren, lebt so, wie er schreibt: knapp, hart, immer nah an der Gefahr. Mit 18 fährt er als Sanitätsfahrer an die italienische Front des Ersten Weltkriegs und wird schwer verwundet: die Erfahrung fließt in „In einem andern Land" (A Farewell to Arms). Als junger Reporter lernt er, was sein Markenzeichen wird: kurze Sätze, keine Ausschmückung. Seine „Eisberg-Theorie" fordert, dass sieben Achtel der Geschichte unsichtbar unter der Oberfläche bleiben: Weglassen als Kunst.
Im Paris der 1920er gehört er zum Kreis um Gertrude Stein, die der heimatlos gewordenen Kriegsgeneration den Namen gibt: „Ihr seid alle eine verlorene Generation": Hemingway stellt den Satz seinem Durchbruchsroman „Fiesta" (The Sun Also Rises) voran. Es folgt ein Leben als öffentliche Legende: Stierkämpfe in Spanien, Großwildjagd in Afrika, Hochseefischen vor Kuba, Kriegsberichterstatter im Spanischen Bürgerkrieg (daraus entsteht „Wem die Stunde schlägt") und im Zweiten Weltkrieg. Auf Kuba schreibt er die Novelle, die alles krönt: „Der alte Mann und das Meer" (1952), den Kampf des alten Fischers Santiago mit einem riesigen Marlin: „Ein Mensch kann vernichtet werden, aber nicht besiegt". 1953 folgt der Pulitzer-, 1954 der Literaturnobelpreis.
Doch der stärkste Mann der amerikanischen Literatur ist zerbrechlicher, als das Image erlaubt: Flugzeugabstürze, Schmerzen, Depression, Alkohol. 1961 nimmt sich Hemingway in Ketchum (Idaho) das Leben, wie schon sein Vater.
Wusstest du, dass Hemingway in seinem Haus auf Key West Dutzende Katzen hielt: viele mit sechs Zehen? Ihre Nachfahren leben bis heute auf dem Museumsgrundstück und heißen „Hemingway-Katzen".
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