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James Joyce lernen
13 Fragen · Literatur
James Joyce, 1882 in Dublin geboren, verlässt seine Heimatstadt 1904 mit gerade 22 Jahren und schreibt dann sein Leben lang über nichts anderes. Mit Nora Barnacle, dem Zimmermädchen aus Galway, das er später heiratet, zieht er durch Europa: Triest, Zürich, Paris: Sprachlehrer, ewige Geldnot, wachsende Augenleiden, zwei Kinder. Dublin aber bleibt sein Universum: „Wenn die Stadt eines Tages zerstört würde, könnte man sie aus meinen Büchern wieder aufbauen."
Nach den Erzählungen der „Dubliner" (mit der berühmten Schluss-Erzählung „Die Toten") und dem Künstlerroman „Ein Porträt des Künstlers als junger Mann" folgt das Jahrhundertwerk: „Ulysses" (1922), am 2. Februar: Joyce' 40. Geburtstag: von Sylvia Beach in Paris verlegt. Der Roman erzählt einen einzigen Tag, den 16. Juni 1904: Der Anzeigenakquisiteur Leopold Bloom wandert durch Dublin, eine Alltags-Odyssee in 18 Episoden, jede in anderem Stil, viele im revolutionären Bewusstseinsstrom: bis zum berühmten inneren Monolog der Molly Bloom, der ohne Punkt und Komma in „yes I said yes I will Yes" mündet. In den USA und Großbritannien wird das Buch jahrelang als obszön verboten; das Datum aber feiern Fans heute weltweit als „Bloomsday": Joyce hatte es gewählt, weil es der Tag seines ersten Ausgehens mit Nora war.
Siebzehn Jahre arbeitet Joyce danach am Extremfall „Finnegans Wake" (1939), einem nächtlichen Traumbuch in vielsprachigen Wortverschmelzungen, das bis heute als eines der schwierigsten Bücher der Welt gilt. Er stirbt 1941 in Zürich, wo er auch begraben liegt.
Wusstest du, dass der Begriff „Quark" für die Elementarteilchen aus „Finnegans Wake" stammt? Physiker Murray Gell-Mann übernahm ihn aus der Zeile „Three quarks for Muster Mark!"
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