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Friedrich Schiller lernen
13 Fragen · Literatur
Friedrich Schiller, 1759 in Marbach am Neckar geboren, wird gegen seinen Willen auf die Militärakademie des württembergischen Herzogs gesteckt und zum Regimentsmedikus gedrillt. Heimlich schreibt der junge Arzt ein Drama, das wie eine Bombe einschlägt: „Die Räuber" (1782): bei der Mannheimer Uraufführung fallen sich Fremde schluchzend in die Arme. Als der Herzog ihm das Schreiben verbietet, flieht Schiller bei Nacht aus Stuttgart: der Beginn unsteter Wanderjahre voller Schulden und Krankheit, aber auch der Dramen „Kabale und Liebe" und „Don Karlos".
1789 wird Schiller Geschichtsprofessor in Jena; seine Antrittsvorlesung sprengt den Hörsaal. Es folgen die philosophischen Schriften über Freiheit und ästhetische Erziehung (und ab 1794 das legendäre Bündnis mit Goethe in Weimar: Gemeinsam prägen die beiden die Weimarer Klassik, dichten im Balladenjahr 1797 um die Wette („Die Bürgschaft", „Der Handschuh") und Schillers „Glocke", das meistparodierte Gedicht deutscher Sprache). Dann die großen Dramen in dichter Folge: die „Wallenstein"-Trilogie, „Maria Stuart", „Die Jungfrau von Orleans" und zuletzt „Wilhelm Tell" (1804): das Freiheitsdrama um den Schweizer Schützen, den der Vogt Gessler zwingt, den Apfel vom Kopf des eigenen Sohnes zu schießen.
Schiller ist der Dichter der Freiheit und des Idealismus und ein Todkranker, der sich seine Werke buchstäblich abringt: 1805 stirbt er in Weimar mit nur 45 Jahren an den Folgen seiner Lungenkrankheit.
Wusstest du, dass Schillers „Ode an die Freude" durch Beethovens 9. Sinfonie zur Hymne Europas wurde? Und dass er faulige Äpfel in der Schreibtischschublade brauchte, um arbeiten zu können: ihr Geruch inspirierte ihn, wie Goethe verwundert feststellte.
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