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William Shakespeare lernen
13 Fragen · Literatur
William Shakespeare, 1564 in Stratford-upon-Avon als Sohn eines Handschuhmachers getauft, heiratet mit 18 die ältere Anne Hathaway und taucht wenig später in London auf, wo er Schauspieler, Stückeschreiber und Teilhaber einer Theatertruppe wird: der „Lord Chamberlain's Men", die 1599 am Südufer der Themse ihr eigenes Rundtheater bauen, das legendäre Globe. Dort und am Königshof entstehen in gut zwei Jahrzehnten rund 38 Stücke, die das Theater für immer verändern.
Die Spannweite ist beispiellos: Tragödien wie „Hamlet", dessen Titelheld mit der Frage „Sein oder Nichtsein" hadert und mit Yoricks Schädel in der Hand über die Vergänglichkeit sinniert; „Romeo und Julia", das Liebespaar aus verfeindeten Häusern Veronas; „Macbeth", den der Hexen-Prophezeiung und dem Ehrgeiz seiner Lady verfallenen Königsmörder; „Othello" und „König Lear". Dazu Komödien wie der „Sommernachtstraum" mit dem Elfenkönigspaar Oberon und Titania, Historiendramen über Englands Könige und 154 Sonette, deren „dark lady" und schöner Jüngling bis heute Rätsel aufgeben. Nebenbei bereichert Shakespeare die englische Sprache um hunderte Wörter und Wendungen.
Um 1613 zieht sich der wohlhabend gewordene Dichter nach Stratford zurück, wo er 1616 stirbt: der Legende nach an seinem 52. Geburtstag. Da zu Lebzeiten nur die Hälfte der Stücke gedruckt wurde, retteten zwei Schauspielerkollegen 1623 sein Werk mit der „First Folio"-Gesamtausgabe: sonst wären „Macbeth" und ein Dutzend weitere verloren.
Wusstest du, dass Verschwörungstheorien die Autorschaft immer wieder anzweifelten: von Francis Bacon bis zum Earl of Oxford? Die Forschung hält dagegen: Der Mann aus Stratford war es. Sein Kollege Ben Jonson schrieb prophetisch: „Er gehört nicht einem Zeitalter, sondern allen Zeiten."
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