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Stieg Larsson lernen
11 Fragen · Literatur
Stieg Larsson, 1954 im nordschwedischen Skelleftehamn geboren, wurde zu einem der meistverkauften Autoren der Welt und erlebte davon nichts mehr. Zu Lebzeiten war er kein Romancier, sondern Journalist: Jahrzehntelang arbeitete er für die schwedische Nachrichtenagentur TT und galt als einer der profiliertesten Experten für Rechtsextremismus im Land. 1995 gründete er das antifaschistische Magazin „Expo“, das gegen Rassismus und rechte Gewalt anschrieb: ein Kampf, der später auch seine Romane durchzieht.
Erst spät, gewissermaßen zum Ausgleich, begann Larsson nachts eine Krimireihe zu schreiben: die „Millennium“-Trilogie, benannt nach dem Enthüllungsmagazin, für das seine Helden arbeiten. Im Zentrum stehen zwei unvergessliche Figuren: die eigenwillige Hackerin Lisbeth Salander mit fotografischem Gedächtnis und Drachen-Tattoo und der hartnäckige Enthüllungsjournalist Mikael Blomkvist. Der erste Band erschien auf Deutsch als „Verblendung“ (im Original „Männer, die Frauen hassen“), gefolgt von „Verdammnis“ und „Vergebung“.
Das Tragische: Larsson starb am 9. November 2004 in Stockholm mit nur fünfzig Jahren an einem Herzinfarkt: ein Jahr, bevor der erste Roman erschien. Posthum wurden die Bücher zu einem globalen Phänomen und verkauften sich über hundert Millionen Mal. Hollywood verfilmte den Auftakt 2011 unter der Regie von David Fincher mit Rooney Mara als Salander; schon 2009 hatte eine schwedische Version mit Noomi Rapace für Furore gesorgt.
Wusstest du, dass Larsson seinen Vornamen bewusst „Stieg“ statt „Stig“ schrieb? So wollte er sich von einem befreundeten Schriftsteller gleichen Namens unterscheiden: ein kleines Detail, das heute auf Buchrücken in aller Welt prangt.
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