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Theodor Fontane lernen
11 Fragen · Literatur
Theodor Fontane (1819 bis 1898) ist der große Erzähler des deutschen Realismus. In feinen Gesellschaftsromanen wie „Effi Briest“ und „Der Stechlin“ seziert er die preußische Welt des 19. Jahrhunderts: ihre Ehen, ihre Konventionen, ihre leisen Tragödien. Ursprünglich Apotheker, kam er erst spät zur großen Prosa; seine „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ sind bis heute berühmt.
Gut zu wissen: Die junge Effi zerbricht an den starren Ehrbegriffen der preußischen Gesellschaft. Der Roman gilt als deutsches Gegenstück zu „Madame Bovary“ und „Anna Karenina“. Sein feiner, ironischer Dialogstil gilt als Höhepunkt der Epoche. Berühmt ist sein Motto der Gelassenheit: „Das ist ein weites Feld.“ Erst mit fast sechzig Jahren wandte er sich ganz dem Romanschreiben zu. Zuvor arbeitete er lange als Journalist und Theaterkritiker. Der Gutsherr verschenkt Birnen an Kinder und tut es über seinen Tod hinaus. Die Ballade gehört zu den bekanntesten deutschen Gedichten überhaupt. „Zum Schluss stirbt ein Alter und zwei Junge heiraten sich“: so fasste Fontane ihn selbst zusammen.
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