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Redewendungen und woher sie kommen lernen
18 Fragen · Allgemeinwissen
Wir benutzen sie täglich und denken nicht darüber nach: dabei ist fast jede Redewendung ein eingefrorenes Stück Alltag aus einer Zeit, die es nicht mehr gibt. Wer „ins Fettnäpfchen tritt“, tritt in ein echtes: In Bauernhäusern stand neben der Tür ein Napf mit Fett zum Einreiben der Stiefel, und wer ihn umstieß, machte den frisch gewischten Boden schmutzig. Das „Blaumachen“ kommt aus der Färberei: Stoff, der mit Indigo gefärbt wurde, musste an der Luft liegen, damit er blau wurde: die Färber hatten in dieser Zeit nichts zu tun. Wer „auf dem Holzweg“ ist, folgt im Wald einer Schneise, die Holzfäller angelegt haben und die im Nichts endet, statt zu einem Ziel zu führen. „Etwas auf die lange Bank schieben“ stammt aus dem Gerichtssaal: Akten, über die nicht sofort entschieden wurde, kamen auf die lange Truhenbank statt auf den Tisch. Und das „Pech haben“ meint tatsächlich das klebrige Baumharz, mit dem man Vögel fing oder Verteidiger ihre Angreifer übergossen. Dieses Paket sammelt zwanzig solcher Wendungen und ihre Herkunft. Wer sie kennt, versteht nicht nur die Sprache besser, sondern hat auch ein paar Geschichten, die sich beim nächsten Abendessen gut erzählen lassen.
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