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Anna Pawlowa: Quiz
10 Fragen · Musik
Anna Pawlowa kam 1881 in Sankt Petersburg zur Welt, in einfachen Verhältnissen; wer ihr Vater war, ist bis heute nicht sicher geklärt. Als sie acht war, nahm die Mutter sie mit ins Theater, und gespielt wurde „Dornröschen“. Das Mädchen sah die Feen, den Prinzen und den Zauber auf der Bühne und wusste von diesem Abend an, was es werden wollte. An der kaiserlichen Ballettschule wies man sie zunächst ab, sie sei zu jung und zu zart. Zwei Jahre später nahm man sie auf.
1899 begann sie am Mariinski-Theater, und ihr schmaler, biegsamer Körper, der damals gar nicht dem Ideal entsprach, wurde bald ihr Markenzeichen. Ihr Mitschüler Michel Fokine schuf für sie ein kurzes Solo zur Musik von Camille Saint-Saëns: „Der sterbende Schwan“. Wenige Minuten nur, ein flatternder Arm, ein letztes Zittern, dann sinkt der Vogel zu Boden. Mit diesem Stück wurde sie unsterblich, und sie tanzte es ihr Leben lang tausendfach.
Pawlowa wollte das Ballett zu allen Menschen bringen, nicht nur in die großen Opernhäuser. Mit eigener Truppe reiste sie durch Amerika, Asien, Australien und Afrika und tanzte in Städten, die nie zuvor eine Ballerina gesehen hatten. Ab 1912 war London ihr Zuhause, ein Haus mit Garten und Teich, auf dem ihre Schwäne schwammen. Nach einer Tournee durch Australien und Neuseeland benannte man eine Torte aus Baiser, Sahne und Früchten nach ihr.
Im Januar 1931 erkrankte sie auf einer Reise und starb in Den Haag, wenige Wochen vor ihrem fünfzigsten Geburtstag. Auf dem Totenbett soll sie gebeten haben, man möge ihr Schwanenkostüm bereitlegen.
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