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Vaslav Nijinsky: Quiz
11 Fragen · Musik
Vaslav Nijinsky kam um 1889 in Kiew zur Welt, als Sohn polnischer Tänzer, die mit einer Wandertruppe durch das Russische Reich zogen. Getanzt wurde in dieser Familie immer; auch seine jüngere Schwester Bronislava wurde später eine bedeutende Choreografin. An der kaiserlichen Ballettschule in Sankt Petersburg fiel der stille, verschlossene Junge bald durch etwas auf, das niemand erklären konnte: Er sprang, und für einen Augenblick schien er in der Luft stehen zu bleiben.
Der Impresario Sergei Djagilew machte ihn ab 1909 in Paris zum Star seiner Ballets Russes, und die beiden wurden auch ein Paar. Nijinsky tanzte den Geist der Rose, der am Ende mit einem einzigen gewaltigen Sprung durch ein Fenster verschwindet, und 1911 die traurige Jahrmarktspuppe Petruschka zur Musik von Igor Strawinsky. Bald wollte er selbst erfinden. Sein erstes Ballett, „L’Après-midi d’un faune“ von 1912, war eckig, flach wie ein antikes Relief und endete mit einer Geste, die halb Paris empörte. Ein Jahr später folgte „Le Sacre du printemps“. Bei der Premiere pfiff und schrie das Publikum so laut, dass Nijinsky hinter den Kulissen auf einem Stuhl stand und den Tänzern die Takte zurief.
Im selben Jahr heiratete er auf einer Südamerikareise Romola de Pulszky, und Djagilew warf ihn aus der Truppe. Es war der Anfang vom Ende. 1919 stellten Ärzte eine Schizophrenie fest, und Nijinsky verbrachte die folgenden Jahrzehnte überwiegend in Kliniken. Getanzt hat er nie wieder öffentlich.
Er starb 1950 in London. Drei Jahre später wurden seine Gebeine nach Paris überführt, auf den Friedhof Montmartre, wo eine Bronzefigur ihn bis heute als Petruschka zeigt.
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