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Bauwerke & Architektur lernen
10 Fragen · Kunst
Manche Bauwerke sind so berühmt, dass ein einziger Umriss genügt, um eine ganze Stadt zu benennen. Als der Eiffelturm 1889 zur Weltausstellung aus Eisen errichtet wurde, verspotteten ihn viele als hässlich; heute ist er das Wahrzeichen von Paris schlechthin, und an heißen Tagen wächst er sogar um bis zu 15 Zentimeter. Ähnlich holprig begann das Opernhaus von Sydney: Der Bau dauerte viel länger und wurde weit teurer als geplant, der Architekt trat vorzeitig zurück. Seit der Eröffnung 1973 gelten die weißen, segelartigen Dächer am Hafen als eines der berühmtesten Gebäude des 20. Jahrhunderts.
Andere Bauwerke erzählen von Liebe, Glauben und Macht. In Indien ließ ein Mogulkaiser im 17. Jahrhundert das Taj Mahal als Mausoleum für seine verstorbene Frau errichten; je nach Tageslicht schimmert der weiße Marmor rosa, weiß oder golden. In Ägypten stehen die Pyramiden von Gizeh, königliche Grabmäler aus der Zeit um 2500 v. Chr.: die größte, die Cheops-Pyramide, war fast 4000 Jahre lang das höchste Bauwerk der Welt. Hoch über Rio de Janeiro breitet seit 1931 die Christusstatue auf dem Corcovado die Arme aus, und in Barcelona wächst seit 1882 die Sagrada Família, das unvollendete Meisterwerk von Antoni Gaudí. Der katalanische Architekt starb 1926 nach einem Straßenbahnunglück; man hielt ihn zunächst für einen Bettler.
Auch Irrtümer und Pannen gehören zur Geschichte der Architektur. Der Glockenturm von Pisa neigte sich schon während des Baus im 12. Jahrhundert, weil der Boden weich ist. In London heißt streng genommen nur die große Glocke Big Ben, der Turm dagegen seit 2012 „Elizabeth Tower“. Die Freiheitsstatue in New York, 1886 ein Geschenk Frankreichs an die USA, verdankt ihr Grün der Patina auf dem Kupfer. Und wer heute ganz nach oben will, fährt nach Dubai: Der Burj Khalifa ist mit 828 Metern das höchste Gebäude der Welt (Stand 2025).
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