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Erfindungen lernen
10 Fragen · Technik
Kaum eine Erfindung kommt aus dem Nichts und manche verdankt sich schlicht dem Zufall. Als Alexander Fleming 1928 aus dem Urlaub zurückkehrte, hatte ein Schimmelpilz die Bakterien in einer vergessenen Petrischale abgetötet: Das Penicillin, das erste Antibiotikum, sollte unzählige Leben retten. Andere Durchbrüche waren harte Arbeit. Thomas Edison baute nicht die erste, aber die erste praktisch brauchbare Glühlampe samt Stromnetz und hielt über 1000 Patente: Genie sei für ihn ein Prozent Inspiration und 99 Prozent Transpiration.
Um 1450 machte Johannes Gutenberg Bücher mit beweglichen Metall-Lettern erstmals schnell und günstig vervielfältigbar, was Bildung, Reformation und Wissenschaft enorm beschleunigte. Die verbesserte Dampfmaschine von James Watt, nach dem heute die Einheit der Leistung heißt, wurde zum Motor der Industriellen Revolution. 1876 erhielt Alexander Graham Bell das Patent auf das Telefon, und 1886 baute Carl Benz seinen Motorwagen: bekannt machte ihn allerdings seine Frau Bertha mit einer heimlichen Fernfahrt über mehr als 100 Kilometer.
Den Himmel eroberten 1903 zwei Fahrradmechaniker: Die Gebrüder Wright schafften den ersten gesteuerten Motorflug, zunächst ganze zwölf Sekunden lang. Der Chemiker Alfred Nobel bändigte Nitroglycerin als Dynamit und stiftete mit seinem Vermögen die Nobelpreise. Albert Einstein veränderte mit der Relativitätstheorie unser Bild von Raum und Zeit, und Tim Berners-Lee schuf um 1989 am CERN das World Wide Web und verschenkte es bewusst ohne Patent.
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