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Werwolf lernen
12 Fragen · Mythologie
Der Werwolf ist ein Mensch, der sich (meist bei Vollmond) in einen Wolf oder ein wolfsartiges Ungeheuer verwandelt. Der Glaube an solche Gestaltwandler ist uralt und findet sich in vielen Kulturen der Welt.
Schon die griechische Sage kennt den König Lykaon, den Zeus zur Strafe in einen Wolf verwandelte: daher der Fachbegriff „Lykanthropie“ für die Verwandlung in einen Wolf. Im europäischen Volksglauben galt der Werwolf als blutrünstige Bestie.
Im Mittelalter wurden reale Menschen als angebliche Werwölfe verfolgt. Später schuf die Popkultur die bekannten Regeln: Verwandlung bei Vollmond und Verwundbarkeit durch Silber.
Das Wort selbst verrät die Formel: „wer“ ist das alte Wort für Mann: der Mannwolf. Die früheste Erzählung steht schon in Petronius' Satyricon, und im 16. Jahrhundert wurde der Glaube tödlicher Ernst: Der „Werwolf von Bedburg“, Peter Stubbe, endete 1589 auf dem Rad, angeblich verwandelt durch einen teuflischen Wolfsgürtel. Die Medizin kennt den Wahn als Lykanthropie. Silberkugel samt Vollmond stammen großteils aus Hollywood, allen voran „Der Wolfsmensch“ von 1941.
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