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Anne Frank lernen
10 Fragen · Gesellschaft & Alltag
Anne Frank wird 1929 in Frankfurt am Main in eine jüdische Familie geboren. Als die Nationalsozialisten in Deutschland an die Macht kommen, flieht die Familie in die Niederlande und beginnt in Amsterdam ein neues Leben. Doch 1940 besetzt Nazi-Deutschland auch die Niederlande, und die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung holt die Franks ein.
Zu ihrem 13. Geburtstag 1942 bekommt Anne ein Tagebuch geschenkt. Wenige Wochen später muss die Familie untertauchen: In einem versteckten Hinterhaus über der Firma ihres Vaters verbirgt sich die Familie Frank zusammen mit weiteren Verfolgten, mutig unterstützt von einigen Helfern. Über zwei Jahre lebt Anne auf engstem Raum, ohne je nach draußen zu dürfen. In dieser Zeit schreibt sie ihrem Tagebuch, das sie „Kitty" nennt, ihre Gedanken, Ängste und Hoffnungen anvertraut: klug, humorvoll und mit erstaunlicher Reife.
1944 wird das Versteck verraten, und alle Untergetauchten werden verhaftet und in Konzentrationslager deportiert. Anne stirbt Anfang 1945 im Lager Bergen-Belsen an einer Krankheit: nur wenige Wochen vor dessen Befreiung. Sie wurde nur 15 Jahre alt. Von den Versteckten überlebt allein ihr Vater Otto.
Er findet Annes zurückgelassene Aufzeichnungen und lässt sie veröffentlichen. „Das Tagebuch der Anne Frank" wird in über 70 Sprachen übersetzt und weltweit gelesen. Aus den Worten eines Mädchens wird eine der eindringlichsten Stimmen gegen Hass und Verfolgung und ein Mahnmal, das Millionen Menschen daran erinnert, wohin Ausgrenzung führen kann.
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