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Dian Fossey lernen
12 Fragen · Gesellschaft & Alltag
Eigentlich ist Dian Fossey Ergotherapeutin in Kentucky, als sie 1963 ihr Erspartes zusammenkratzt und sich einen Traum erfüllt: eine Reise nach Afrika. Dort sieht sie zum ersten Mal Berggorillas und trifft den berühmten Paläoanthropologen Louis Leakey, der junge Frauen für die Langzeitbeobachtung von Menschenaffen gewinnen will; Jane Goodall erforscht für ihn bereits Schimpansen. Drei Jahre später wirbt Leakey sie tatsächlich an, und Fossey lässt ihr altes Leben zurück.
1967 gründet sie hoch in den Virunga-Vulkanen Ruandas die Forschungsstation Karisoke: ein paar Hütten im Nebelwald auf rund 3.000 Metern. Mit endloser Geduld gewöhnt sie die scheuen Berggorillas an ihre Gegenwart: Sie ahmt ihre Grunzlaute nach, kaut demonstrativ wilden Sellerie, macht sich klein. Irgendwann akzeptieren die Tiere sie so weit, dass ein Gorilla ihre Hand berührt: Bilder davon gehen um die Welt. Die Einheimischen geben ihr den Namen „Nyiramachabelli": die Frau, die allein auf dem Berg lebt.
Ihr Lieblingstier ist der junge Silberrücken Digit. Als Wilderer ihn 1977 töten, wird aus der Forscherin eine kompromisslose Kämpferin: Sie gründet den „Digit Fund" für den Gorillaschutz, zerstört Fallen und legt sich mit Wilderern wie Behörden an. 1983 macht ihr Buch „Gorillas im Nebel" die bedrohten Tiere weltberühmt; die Verfilmung mit Sigourney Weaver folgt wenige Jahre später.
Am zweiten Weihnachtstag 1985 wird Dian Fossey in ihrer Hütte in Karisoke ermordet: die Tat wurde nie zweifelsfrei aufgeklärt. Begraben liegt sie auf dem kleinen Gorillafriedhof der Station, direkt neben Digit. Ihr Einsatz wirkt bis heute nach: Die Berggorillas, in den 1980ern fast ausgerottet, sind die einzigen Menschenaffen, deren Bestand wieder wächst.
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