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Eleanor Roosevelt lernen
10 Fragen · Gesellschaft & Alltag
Eleanor Roosevelt wird 1884 in eine wohlhabende New Yorker Familie geboren, verliert aber früh beide Eltern und wächst als schüchternes, unsicheres Kind bei Verwandten auf. Sie heiratet ihren entfernten Cousin Franklin D. Roosevelt, der später zum Präsidenten der USA aufsteigt. Damit wird die einst scheue junge Frau First Lady und deutet diese Rolle radikal neu.
Statt sich auf Repräsentation zu beschränken, wird Eleanor Roosevelt zu einer eigenständigen politischen Stimme. Während der Weltwirtschaftskrise und des Zweiten Weltkriegs reist sie durchs Land, besucht Fabriken, Slums und Soldaten, hält Pressekonferenzen und schreibt eine tägliche Zeitungskolumne. Sie setzt sich für Arbeiter, Arme und die Bürgerrechte der schwarzen Bevölkerung ein: oft mutiger und offener als ihr Mann.
Ihr bedeutendstes Werk beginnt nach Franklins Tod: 1946 wird sie US-Delegierte bei den neu gegründeten Vereinten Nationen und übernimmt den Vorsitz der Menschenrechtskommission. Unter ihrer Leitung entsteht eines der wichtigsten Dokumente der Weltgeschichte; die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die 1948 verabschiedet wird. Für viele ist sie die treibende Kraft dahinter.
Eleanor Roosevelt bleibt bis zu ihrem Tod 1962 eine unermüdliche Kämpferin für Menschenwürde und Gerechtigkeit. Ein Präsident nannte sie einmal die „First Lady der Welt". Ihr Vermächtnis ist die Überzeugung, dass die Rechte jedes einzelnen Menschen (gerade der Schwächsten) überall verteidigt werden müssen.
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