👩🎨
Frida Kahlo lernen
10 Fragen · Gesellschaft & Alltag
Frida Kahlo wird 1907 im „Blauen Haus" in Coyoacán bei Mexiko-Stadt geboren: jenem Haus, das ihr Leben lang ihr Rückzugsort bleibt. Als Kind erkrankt sie an Kinderlähmung, doch der wahre Einschnitt kommt mit 18: Ein Verkehrsunfall zertrümmert ihr Becken und ihre Wirbelsäule. Monatelang liegt sie in einem Gipskorsett im Bett und beginnt zu malen. Über ihrem Bett wird ein Spiegel angebracht, damit sie ihr einziges verfügbares Motiv festhalten kann: sich selbst.
So entsteht das Markenzeichen ihres Werks. Rund die Hälfte ihrer Bilder sind Selbstporträts, oft mit den zusammengewachsenen Augenbrauen, in leuchtenden Farben und voller Symbole aus der mexikanischen Volkskunst. Kahlo malt schonungslos, was sie durchlebt: körperlichen Schmerz, Fehlgeburten, gebrochene Herzen. „Ich male mich selbst, weil ich so oft allein bin und weil ich das Motiv bin, das ich am besten kenne", sagte sie.
1929 heiratet sie den berühmten Wandmaler Diego Rivera: eine leidenschaftliche, stürmische Verbindung mit Trennungen, Affären auf beiden Seiten und einer Wiederheirat. Beide sind überzeugte Kommunisten; im Blauen Haus geht zeitweise sogar der geflüchtete Leo Trotzki ein und aus. Berühmt ist ihr Bekenntnis zu Mexiko und seiner indigenen Kultur, das sie in Kleidung, Schmuck und Malerei zelebriert.
Zu Lebzeiten steht Kahlo im Schatten ihres Mannes; ihre erste große Einzelausstellung in Mexiko erlebt sie erst 1953, kurz vor ihrem Tod, den sie im Krankenbett liegend besucht. 1954 stirbt sie mit nur 47 Jahren. Erst Jahrzehnte später wird sie zur weltweiten Ikone, als Ausnahmekünstlerin, als feministisches Symbol und als Frau, die ihren Schmerz in unvergessliche Bilder verwandelte.
Kostenlos üben
In PurFact kommt jede Karte genau dann wieder, wenn du sie sonst vergessen würdest. So bleibt das Wissen hängen.