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Harriet Tubman lernen
10 Fragen · Gesellschaft & Alltag
Harriet Tubman wird um 1822 als Sklavin im Süden der USA geboren, im Bundesstaat Maryland. Von Kindheit an muss sie hart arbeiten; einmal trifft sie ein schweres Metallstück am Kopf, dessen Folgen sie ihr Leben lang begleiten. Doch in ihr wächst ein unbändiger Wille zur Freiheit. 1849 gelingt ihr die Flucht in den freien Norden: allein, zu Fuß, über hunderte Kilometer.
Doch Tubman denkt nicht daran, ihre Freiheit allein zu genießen. Immer wieder kehrt sie unter Lebensgefahr in den Sklavenhalter-Süden zurück, um andere zu befreien. Sie wird zur berühmtesten „Schaffnerin" der „Underground Railroad": eines geheimen Netzwerks aus Helfern, sicheren Häusern und Fluchtrouten. Rund dreizehn Mal kehrt sie zurück und führt etwa siebzig Menschen in die Freiheit, ohne je einen von ihnen zu verlieren. Man nennt sie „Moses", nach dem biblischen Befreier.
Als der Amerikanische Bürgerkrieg ausbricht, stellt Tubman ihr außergewöhnliches Wissen über den Süden in den Dienst der Nordstaaten. Sie arbeitet als Krankenpflegerin, Späherin und Kundschafterin und führt sogar eine bewaffnete Militäraktion an, bei der hunderte versklavte Menschen befreit werden. Damit ist sie eine der ersten Frauen, die im Krieg eine solche Operation kommandierten.
Nach dem Krieg setzt sich Harriet Tubman für das Frauenwahlrecht und für bedürftige ehemalige Sklaven ein. Sie stirbt hochbetagt 1913 und wird zu einer der größten Heldinnen der amerikanischen Geschichte: eine Frau, die aus der Sklaverei floh und ihr Leben riskierte, damit andere frei sein konnten.
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