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Herrscherinnen & Geschichte lernen
6 Fragen · Gesellschaft & Alltag
Die meiste Zeit der Geschichte wurde Macht in männlicher Linie vererbt, und eine Frau auf dem Thron war die Ausnahme, die man erklären musste. Dieses Paket versammelt sechs Frauen, die trotzdem dort standen, getrennt durch Jahrtausende und ganze Kontinente.
Hatschepsut ließ sich im 15. Jahrhundert vor Christus zum Pharao krönen und mit dem zeremoniellen Bart der Könige darstellen; ihr Nachfolger versuchte später, ihren Namen von den Monumenten zu tilgen. Kleopatra spielte anderthalb Jahrtausende danach mit den Bündnissen des mächtigen Rom, um Ägyptens Unabhängigkeit zu retten, und ihre Zeitgenossen lobten weniger ihre Schönheit als ihren Verstand. Jeanne d'Arc regierte nie, führte aber mit siebzehn Jahren Heere an, brachte einen König zur Krönung und starb mit neunzehn auf dem Scheiterhaufen.
Näher an unserer Zeit verkörperte Kaiserin Sisi beinahe das Gegenteil von Macht: eine Frau, gefangen im Hofzeremoniell, die auf endlosen Reisen vor dem Wiener Hof floh und 1898 in Genf ermordet wurde. Königin Elisabeth II. machte Pflicht und Zurückhaltung zu einem Beruf, den sie siebzig Jahre lang ausübte. Und Lady Diana, die nie Königin wurde, veränderte das britische Königshaus schon dadurch, dass sie einem Aidskranken ohne Handschuhe die Hand gab, und kämpfte öffentlich gegen Landminen.
Sechs Leben, sechs sehr verschiedene Arten, eine Rolle auszufüllen, die nicht für sie gedacht war, und die doch ihre Zeit geprägt haben.
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