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Junko Tabei lernen
10 Fragen · Gesellschaft & Alltag
Junko Tabei wird 1939 in Japan geboren und gilt als Kind als schwach und kränklich. Doch bei einer Schulwanderung auf einen Berg entdeckt sie ihre große Liebe: das Bergsteigen. In einer Zeit, in der dieser Sport in Japan als reine Männersache gilt, lässt sie sich nicht beirren. Sie gründet einen Bergsteigerclub nur für Frauen, dessen Motto lautet sinngemäß: Lasst uns aus eigener Kraft eine Expedition ins Ausland unternehmen.
1975 macht Junko Tabei Geschichte: Als erste Frau der Welt erreicht sie den Gipfel des Mount Everest, mit 8.849 Metern der höchste Berg der Erde. Der Aufstieg ist ein Kampf gegen alle Widerstände: kurz vor dem Gipfel wird ihr Lager von einer Lawine verschüttet, sie selbst wird kurz begraben und muss ausgegraben werden. Doch sie setzt den Aufstieg fort und steht schließlich ganz oben.
Tabei gibt sich damit nicht zufrieden. Sie nimmt sich ein noch größeres Ziel vor: die „Seven Summits", die höchsten Berge aller sieben Kontinente. 1992 wird sie die erste Frau, die diese vollendet: ein Ausnahme-Bergsteigerin von Weltrang.
Bis ins hohe Alter bleibt Junko Tabei den Bergen treu und wird zu einer Anwältin der Natur: Sie setzt sich für den Schutz der zunehmend vermüllten Gebirgsregionen ein und studiert sogar die Umweltschäden am Everest. Auch als sie an Krebs erkrankt, hört sie nicht auf zu klettern. Junko Tabei stirbt 2016, als eine Pionierin, die bewies, dass Frauen auf dem Dach der Welt stehen können.
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