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Kleopatra lernen
10 Fragen · Gesellschaft & Alltag
Kleopatra VII. besteigt um 51 v. Chr. den Thron von Ägypten, als letzte Herrscherin einer Dynastie, die auf einen General Alexanders des Großen zurückgeht. Sie gehört also nicht zu den altägyptischen Pharaonen, sondern zu den griechischstämmigen Ptolemäern; doch anders als ihre Vorfahren lernt sie die ägyptische Sprache und inszeniert sich als Wiedergeburt der Göttin Isis. Zeitgenossen rühmen weniger ihre Schönheit als ihren scharfen Verstand, ihre Bildung und ihr rhetorisches Geschick; sie soll mehrere Sprachen beherrscht haben.
Kleopatra regiert in einer Zeit, in der Rom zur übermächtigen Weltmacht aufsteigt. Um Ägyptens Unabhängigkeit zu sichern, verbündet sie sich mit den mächtigsten Männern Roms. Zunächst gewinnt sie Julius Caesar für sich (der Legende nach ließ sie sich zu ihm schmuggeln) und bekommt einen Sohn von ihm. Nach Caesars Ermordung verbindet sie sich mit dem römischen Feldherrn Marcus Antonius, mit dem sie ebenfalls Kinder hat.
Die Verbindung mit Antonius wird ihr Verhängnis: Sie geraten in einen Machtkampf mit Caesars Erben Octavian, dem späteren Kaiser Augustus. In der entscheidenden Seeschlacht bei Actium 31 v. Chr. werden Antonius und Kleopatra vernichtend geschlagen.
30 v. Chr. nimmt sich Kleopatra das Leben, der Überlieferung nach durch den Biss einer Giftschlange. Mit ihrem Tod endet das eigenständige Ägypten: Das Land wird römische Provinz. Kleopatra aber lebt als eine der berühmtesten Frauen der Antike weiter, als klug taktierende Herrscherin, deren Geschichte über zwei Jahrtausende hinweg in Literatur, Kunst und Film immer neu erzählt wird.
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