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Mileva Marić lernen

11 Fragen · Gesellschaft & Alltag

Mileva Marić wird 1875 in Titel geboren, einem Städtchen in der Vojvodina, das damals zu Österreich-Ungarn gehört. Das Mädchen rechnet besser als alle Jungen ihrer Klasse und ihr Vater setzt durch, dass sie am Gymnasium in Zagreb als eine der ersten Schülerinnen überhaupt den Physikunterricht besuchen darf. 1896 schreibt sie sich am Polytechnikum in Zürich ein, einer der wenigen Hochschulen Europas, die Frauen zulassen: Im Fach Mathematik und Physik ist sie die einzige Frau ihres Jahrgangs. Dort sitzt neben ihr ein aufgeweckter Student aus Ulm: Albert Einstein. Aus gemeinsamen Lernabenden werden Liebesbriefe, in denen die beiden über Physik fachsimpeln: von „unserer Arbeit über die Relativbewegung" schreibt Einstein einmal. Wie groß Milevas Anteil an seinen frühen Arbeiten wirklich war, diskutieren Historiker bis heute; unstrittig ist, dass sie in den Jahren, in denen die moderne Physik entstand, seine engste Vertraute und fachliche Gesprächspartnerin war. Ihr eigener Weg bricht dagegen ab: Zweimal fällt sie durch das Schlussexamen, beim zweiten Versuch ist sie von Einstein schwanger. Die uneheliche Tochter Lieserl, 1902 bei Milevas Eltern in Serbien geboren, verschwindet bald aus allen Dokumenten; ihr Schicksal ist bis heute ungeklärt. 1903 heiraten Mileva und Albert, die Söhne Hans Albert und Eduard kommen zur Welt. Doch die Ehe zerbricht; 1919 wird sie geschieden. Im Scheidungsvertrag steht eine bemerkenswerte Klausel: Sollte Einstein den Nobelpreis erhalten, geht das Preisgeld an Mileva. 1922 ist es so weit, mit dem Geld kauft sie Häuser in Zürich und finanziert später die Pflege ihres an Schizophrenie erkrankten Sohnes Eduard. Sie stirbt 1948 in Zürich, von der Öffentlichkeit vergessen. Erst als in den 1980er-Jahren die Liebesbriefe der Studienjahre auftauchen, rückt die Frau an Einsteins Seite zurück ins Licht.

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Alle Fragen mit Lösung

Wo wurde Mileva Marić 1875 geboren?

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Titel (Vojvodina)

Ihr Vater förderte das Talent seiner Tochter gegen alle Konventionen der Zeit.

💡 Wusstest du? Marić stammte aus einer wohlhabenden serbischen Familie in der damals österreich-ungarischen Vojvodina.

Was durfte Marić am Gymnasium in Zagreb als eine der ersten Schülerinnen?

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Physikunterricht besuchen

Ihr Vater erwirkte dafür eine Sondergenehmigung.

💡 Wusstest du? Als eine der ersten Schülerinnen überhaupt erhielt Marić eine Sondererlaubnis, in Zagreb am Physikunterricht der Jungen teilzunehmen.

Wo studierte Mileva Marić ab 1896 Mathematik und Physik?

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Polytechnikum Zürich

Die Schweiz gehörte zu den wenigen Ländern Europas, in denen Frauen regulär studieren konnten.

💡 Wusstest du? Am Zürcher Polytechnikum studierte Marić Physik: zur selben Zeit und im selben Jahrgang wie Albert Einstein.

Was war Marić in ihrem Studienjahrgang am Polytechnikum?

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die einzige Frau

Marić war die einzige Frau in ihrem Jahrgang und erst die fünfte Frau überhaupt in dieser Abteilung des Polytechnikums.

💡 Wusstest du? Sie war erst die fünfte Frau überhaupt, die in dieser Abteilung studierte.

Mit welchem Physiker war Mileva Marić von 1903 bis 1919 verheiratet?

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Albert Einstein

Die beiden lernten sich im Studium kennen: sie war die einzige Frau in seinem Jahrgang.

💡 Wusstest du? Marić und Einstein heirateten 1903; ihre Briefe zeigen, dass sie in den frühen Jahren intensiv über Physik diskutierten.

Wie hieß die 1902 geborene Tochter von Marić und Einstein, deren Schicksal unbekannt ist?

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Lieserl

Sie wurde vor der Ehe bei Milevas Eltern in Serbien geboren und verschwindet ab 1903 aus allen Briefen und Dokumenten.

💡 Wusstest du? Über das Schicksal ihrer unehelich geborenen Tochter Lieserl ist bis heute nichts bekannt: sie verschwindet aus allen Aufzeichnungen.

Wie hießen die beiden Söhne von Mileva Marić und ihrem berühmten Ehemann?

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Hans Albert und Eduard

Hans Albert wurde Professor für Wasserbau in Berkeley; Eduard erkrankte als junger Mann an Schizophrenie.

💡 Wusstest du? Ihr Sohn Eduard erkrankte schwer psychisch; Mileva pflegte ihn über Jahre unter großen persönlichen Opfern.

Welche bemerkenswerte Klausel enthielt der Scheidungsvertrag von 1919?

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Einsteins Nobelpreisgeld

1922 erhielt Einstein den Preis tatsächlich; Mileva kaufte mit dem Geld Häuser in Zürich.

💡 Wusstest du? Die Klausel wurde vereinbart, Jahre bevor Einstein den Preis überhaupt gewann.

Worüber diskutieren Historiker im Fall Mileva Marić bis heute?

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ihren Anteil an Einsteins frühen Arbeiten

In den Liebesbriefen der Studienzeit schreibt Einstein von „unserer Arbeit über die Relativbewegung", wie viel davon Mileva beitrug, ist nicht belegbar.

💡 Wusstest du? Ob und wie stark Marić an Einsteins frühen Arbeiten beteiligt war, ist bis heute unter Historikern umstritten.

Wo verbrachte Marić ihre späten Jahre und starb 1948?

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Zürich

Erst die Veröffentlichung der frühen Liebesbriefe in den 1980er-Jahren machte sie wieder bekannt.

💡 Wusstest du? Nach der Scheidung erhielt Marić das Nobelpreisgeld Einsteins als Teil der Vereinbarung: sie lebte bis zu ihrem Tod 1948 zurückgezogen in Zürich.

Mileva Marić

Foto: Unbekannt · Public domain · Wikimedia Commons

Welche Physikerin und Mathematikerin ist hier zu sehen?

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Mileva Marić

Mileva Marić (1875 bis 1948) war eine serbische Physikerin und Mathematikerin, die erste Frau ihres Jahrgangs am Zürcher Polytechnikum und Albert Einsteins erste Frau.

💡 Wusstest du? Marić war eine von sehr wenigen Frauen, die um 1900 überhaupt Physik studieren durften; ihr genauer Anteil an Einsteins Werk bleibt ein Rätsel.

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