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Rosa Luxemburg lernen
10 Fragen · Gesellschaft & Alltag
Rosa Luxemburg wird 1871 in eine jüdische Familie im damals russisch beherrschten Teil Polens geboren. Schon als junge Frau ist sie politisch aktiv und muss vor Verfolgung fliehen. Sie studiert in der Schweiz, promoviert in Staatswissenschaften (eine für Frauen ihrer Zeit seltene Bildung) und wird zu einer der schärfsten Denkerinnen der sozialistischen Bewegung. Später lebt und wirkt sie vor allem in Deutschland.
Luxemburg ist eine brillante Rednerin und Autorin. Sie streitet leidenschaftlich für die Rechte der Arbeiter, gegen soziale Ungerechtigkeit und (besonders mutig) gegen den Krieg. Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbricht und die meisten Sozialdemokraten ihm zustimmen, gehört sie zu den wenigen, die entschieden dagegenhalten. Für ihren Widerstand gegen den Krieg verbringt sie mehrere Jahre im Gefängnis.
Dabei ist Luxemburg keine bloße Parteisoldatin, sondern eine unabhängige Denkerin. Berühmt ist ihr Satz „Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden": ein Bekenntnis zur Meinungsfreiheit, mit dem sie sich auch gegen autoritäre Tendenzen in den eigenen Reihen wandte. Gemeinsam mit Karl Liebknecht gründet sie den „Spartakusbund", aus dem die Kommunistische Partei Deutschlands hervorgeht.
In den Wirren nach dem Ersten Weltkrieg wird Rosa Luxemburg 1919 in Berlin von rechtsgerichteten Freikorps-Soldaten verschleppt und ermordet. Ihr gewaltsamer Tod macht sie zur Märtyrerin der Linken. Bis heute gilt sie als eine der bedeutendsten politischen Theoretikerinnen und als Symbol für den Kampf um Gerechtigkeit und Freiheit.
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