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Rosa Parks lernen
10 Fragen · Gesellschaft & Alltag
Rosa Parks wird 1913 im Süden der USA geboren, in einer Zeit strenger Rassentrennung. Im Bundesstaat Alabama gilt für die schwarze Bevölkerung ein System von Gesetzen, das sie im Alltag benachteiligt: getrennte Schulen, getrennte Wartesäle und in den Bussen müssen schwarze Fahrgäste hinten sitzen und ihren Platz für Weiße räumen. Parks arbeitet als Näherin und engagiert sich schon länger in der Bürgerrechtsbewegung.
Am 1. Dezember 1955 kommt der Moment, der Geschichte schreibt. Auf dem Heimweg im Bus in Montgomery weigert sich Rosa Parks, ihren Sitzplatz für einen weißen Fahrgast zu räumen. Sie bleibt ruhig sitzen und wird verhaftet. Ihr stiller, entschlossener Ungehorsam wird zum Funken, der eine ganze Bewegung entzündet.
Als Reaktion auf ihre Verhaftung organisiert die schwarze Gemeinde von Montgomery einen Boykott der städtischen Busse. Über ein Jahr lang, 381 Tage, weigern sich zehntausende Menschen, mit dem Bus zu fahren, und gehen stattdessen zu Fuß oder bilden Fahrgemeinschaften. Ein junger Pfarrer namens Martin Luther King wird zu einer Führungsfigur des Protests. Am Ende erklärt das oberste Gericht die Rassentrennung in Bussen für verfassungswidrig.
Rosa Parks wird zur „Mutter der Bürgerrechtsbewegung". Ihre Tat zeigt, wie eine einzelne, würdevolle Weigerung Millionen bewegen kann. Bis zu ihrem Tod 2005 bleibt sie eine geachtete Stimme für Gleichberechtigung; als erste Frau überhaupt wird ihr Sarg im US-Kapitol aufgebahrt: eine seltene nationale Ehrung.
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