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Wangari Maathai lernen
10 Fragen · Gesellschaft & Alltag
Wangari Maathai wird 1940 in Kenia geboren, in einem Dorf inmitten grüner Wälder und fruchtbarer Felder. Sie ist außergewöhnlich klug und bekommt die seltene Chance, zur Schule zu gehen und sogar in den USA zu studieren. Zurück in Kenia wird sie zur ersten Frau in ganz Ost- und Zentralafrika, die einen Doktortitel erlangt, und später auch zur ersten Professorin ihres Landes.
Maathai sieht, wie in ihrer Heimat die Wälder abgeholzt werden, die Böden austrocknen und die Frauen weite Wege für Feuerholz und Wasser gehen müssen. Ihre Antwort ist so einfach wie genial: Bäume pflanzen. 1977 gründet sie das „Green Belt Movement", das vor allem Frauen ermutigt, Baumsetzlinge zu ziehen und zu pflanzen. Über die Jahre werden auf diese Weise zig Millionen Bäume gesetzt: gegen die Wüstenbildung und zugleich für das Einkommen und die Würde der Frauen.
Doch Umweltschutz ist in Kenia auch Politik. Maathai legt sich mutig mit der Regierung an, um Wälder und öffentliches Land vor der Zerstörung zu bewahren. Dafür wird sie bedroht, verhaftet und geschlagen: doch sie gibt nicht auf. Für sie hängen gesunde Umwelt, Demokratie und Frieden untrennbar zusammen.
2004 wird Wangari Maathai mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, als erste afrikanische Frau überhaupt. Damit wird auch anerkannt, dass Umweltschutz zum Frieden beiträgt. Bis zu ihrem Tod 2011 bleibt sie eine unermüdliche Kämpferin für die Natur und die Menschen Afrikas: die „Frau, die Bäume pflanzte".
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