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Wissenschaft & Technik lernen
13 Fragen · Gesellschaft & Alltag
Die Geschichte der Frauen in der Wissenschaft folgt einem Muster, das sich mit unangenehmer Regelmäßigkeit wiederholt: Sie machen die Arbeit, und die Anerkennung landet woanders. Lise Meitner erklärte die Kernspaltung aus dem Exil, den Nobelpreis bekam ihr Kollege Otto Hahn allein. Rosalind Franklin lieferte die entscheidende Röntgenaufnahme der DNA, ihr Name blieb eine Fußnote. Über Mileva Marić, Einsteins erste Frau und selbst Physikerin, wird bis heute gestritten, wie viel sie zu seiner frühen Arbeit beitrug. Jahrzehntelang wusste kaum jemand, dass die Bahnberechnungen der ersten US-Raumflüge von Katherine Johnson stammten oder dass der Hollywoodstar Hedy Lamarr das Frequenzsprungverfahren miterfand, auf dem heute WLAN und Bluetooth aufbauen.
Und doch sind sie da. Marie Curie ist bis heute der einzige Mensch mit Nobelpreisen in zwei verschiedenen Naturwissenschaften. Ada Lovelace beschrieb das erste Computerprogramm für eine Maschine, die nie gebaut wurde. Grace Hopper überzeugte die Welt, dass man Computer fast in Englisch programmieren kann. Florence Nightingale bewies mit Statistik, dass Hygiene mehr Leben rettete als das Skalpell.
Andere veränderten unser Bild von uns selbst: Jane Goodall sah einen Schimpansen ein Werkzeug herstellen und zwang die Wissenschaft, den Menschen neu zu definieren; Dian Fossey, Autorin von „Gorillas im Nebel“, wurde ermordet, während sie die Berggorillas schützte. Und einige verließen gleich den Planeten: Walentina Tereschkowa umkreiste 1963 als erste Frau allein die Erde, und Christina Koch blieb 328 Tage im All, länger als jede Frau vor ihr.
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