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Jugendwort des Jahres lernen
20 Fragen · Sprache
Einmal im Jahr erklärt ein Wörterbuchverlag, wie die Jugend angeblich spricht und das halbe Land diskutiert mit. Seit 2008 kürt Langenscheidt das „Jugendwort des Jahres“, anfangs eine Jury, seit 2020 eine offene Abstimmung im Netz. Herausgekommen ist dabei eine erstaunlich genaue Zeitleiste dessen, worüber gerade gelacht wurde: die „Gammelfleischparty“ für alle über 30, das „hartzen“ aus den Jahren der Arbeitsmarktreformen, „Swag“ und „YOLO“ aus dem Hip-Hop, „Babo“ aus einem Rapsong, „Smombie“ für alle, die im Gehen aufs Handy starren, „I bims“ aus der absichtlich falsch geschriebenen Vong-Sprache. Später wurde es englischer und knapper: „lost“, „cringe“, „smash“, „goofy“, „Aura“ und 2025 mit „das crazy“ ausgerechnet ein Satz, dessen Witz darin besteht, nichts zu bedeuten. Nicht jedes dieser Wörter hat je ein Jugendlicher freiwillig gesagt; bei „Smombie“ fanden Journalisten vor der Wahl keinen einzigen Beleg im Netz, und die Gesellschaft für deutsche Sprache nennt das Ganze freundlich ein Sprachspiel. Genau deshalb ist die Liste unterhaltsam: Sie erzählt weniger davon, wie Jugendliche reden, als davon, welches Bild sich der Rest der Republik jedes Jahr von ihnen macht. Ein Jahr fehlt übrigens: 2019 fiel die Wahl aus. In diesem Paket steht jedes Siegerwort mit seiner Bedeutung, seiner Herkunft und dem Jahr, in dem es gewonnen hat und nach dem ersten Mal Wissen steht es auch im Zeitstrahl.
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