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Klassische Musik lernen
11 Fragen · Musik
Klassische Musik beginnt nicht im Konzertsaal, sondern bei ihren Bausteinen. Eine Oktave umfasst acht Stammtöne, von c bis zum nächsten c: das Wort stammt vom lateinischen „octavus“, der Achte. Ein modernes Klavier mit 88 Tasten umspannt gut sieben solcher Oktaven; erfunden hat das Instrument um 1700 Bartolomeo Cristofori in Italien. Und selbst die Gitarre hat ihre feste Ordnung: Sechs Saiten, meist auf E-A-D-G-H-E gestimmt.
Aus diesen Bausteinen schufen die großen Komponisten ihre Welten. Im Barock schrieb der Venezianer Antonio Vivaldi „Die vier Jahreszeiten“, in denen Vogelgezwitscher, Gewitter und Eis erklingen, wegen seiner Haare nannte man den Priester „den roten Priester“. Johann Sebastian Bach, Meister des Kontrapunkts und Vater von 20 Kindern, hinterließ unter anderem das „Wohltemperierte Klavier“. Wolfgang Amadeus Mozart komponierte schon mit fünf Jahren, schrieb über 600 Werke, darunter „Die Zauberflöte“, und starb mit nur 35. Ludwig van Beethoven schuf einige seiner größten Werke, als er fast taub war; die „Ode an die Freude“ aus seiner 9. Sinfonie ist heute die Hymne der Europäischen Union.
Im 19. Jahrhundert wurde alles größer. Giuseppe Verdi füllte mit „Aida“, „La Traviata“ und „Rigoletto“ die Opernhäuser, und der Gefangenenchor aus „Nabucco“ wurde zu einer heimlichen Hymne Italiens. Richard Wagner ließ sich für seine Musikdramen eigens ein Festspielhaus in Bayreuth bauen; sein „Ring des Nibelungen“ dauert rund 15 Stunden. Und Pjotr Iljitsch Tschaikowsky schenkte der Welt „Schwanensee“ und den „Nussknacker“: in seiner „1812“-Ouvertüre donnern sogar echte Kanonen.
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