In welcher Stadt wurde Beethoven 1770 geboren?
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Bonn
Mit 21 zog er nach Wien, wo er bis zu seinem Tod blieb.
💡 Wusstest du? Beethovens Vater versuchte, ihn als „zweiten Mozart“ zu vermarkten, und log dafür sogar sein Alter jünger.
17 Fragen · Musik
Ludwig van Beethoven wird 1770 in Bonn geboren, wo sein Vater ihn (nicht immer sanft) zum zweiten Mozart drillen will. Mit 21 zieht der junge Klaviervirtuose nach Wien, angeblich um, wie ein Gönner schreibt, „Mozarts Geist aus Haydns Händen" zu empfangen. Tatsächlich nimmt er Unterricht bei Joseph Haydn und erobert die Wiener Salons im Sturm, als Pianist mit ungestümem Temperament und als Komponist, der alle Konventionen sprengt. Dann das Unfassbare: Ausgerechnet der Musiker Beethoven beginnt um 1798, sein Gehör zu verlieren. Im „Heiligenstädter Testament" von 1802 gesteht er seine Verzweiflung und seinen Entschluss, für die Kunst weiterzuleben. Aus der Krise wächst ein Werk von beispielloser Wucht: die „Eroica", die er zunächst Napoleon widmet und deren Widmung er wütend tilgt, als dieser sich zum Kaiser krönt; die 5. Sinfonie mit ihrem berühmten „Ta-ta-ta-taaa"-Schicksalsmotiv; die Klaviersonaten wie die „Mondscheinsonate"; das Klavierstück „Für Elise"; und seine einzige Oper „Fidelio", ein Hohelied auf die Freiheit. Am Ende ist Beethoven fast vollständig taub und schreibt ausgerechnet jetzt seine 9. Sinfonie, in deren Finale erstmals ein Chor in eine Sinfonie einzieht: Schillers „Ode an die Freude", heute die Hymne Europas. Bei der Uraufführung 1824 muss man den tauben Komponisten umdrehen, damit er den tosenden Applaus sehen kann, den er nicht hört. Wusstest du, dass Beethoven mit seinen neun Sinfonien die Brücke von der Wiener Klassik zur Romantik schlug? Als er 1827 in Wien stirbt, säumen an die 20.000 Menschen den Weg seines Trauerzugs: ein Staatsbegräbnis für einen Komponisten, der die Musik für immer verändert hat.
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Bonn
Mit 21 zog er nach Wien, wo er bis zu seinem Tod blieb.
💡 Wusstest du? Beethovens Vater versuchte, ihn als „zweiten Mozart“ zu vermarkten, und log dafür sogar sein Alter jünger.
Klassik und Romantik
Er vollendet die Klassik und öffnet zugleich die Tür zur Romantik.
💡 Wusstest du? Beethoven sprengte die klassischen Formen und öffnete die Tür zur Romantik: jede seiner Sinfonien war eine Revolution.
Taubheit
Der Hörverlust begann um 1798; seine letzten Werke schrieb er fast völlig taub.
💡 Wusstest du? Zur Verständigung nutzte er Konversationshefte: rund 140 davon sind erhalten.
Heiligenstädter Testament
Geschrieben im Wiener Vorort Heiligenstadt, adressiert an seine Brüder: aber nie abgeschickt.
💡 Wusstest du? Im „Heiligenstädter Testament“ gestand der 31-Jährige Verzweiflung über seine Taubheit und Gedanken an den Suizid und rang sich doch zum Weiterleben durch.
neun
Die legendäre Zahl prägte Nachfolger: Brahms, Bruckner, Dvořák und Mahler rangen alle mit dem „Fluch der Neunten".
💡 Wusstest du? Beethovens neun Sinfonien setzten einen solchen Maßstab, dass spätere Komponisten wie Brahms den Vergleich fürchteten.
Ode an die Freude
Erstmals zog damit ein Chor in eine Sinfonie ein. Die Melodie ist heute die Hymne Europas.
💡 Wusstest du? Das Chorfinale „Ode an die Freude“ ist heute die Hymne der Europäischen Union: Beethoven war da bereits völlig taub.
die 5. Sinfonie
„So pocht das Schicksal an die Pforte" soll Beethoven über das Anfangsmotiv gesagt haben; die Anekdote ist allerdings umstritten.
💡 Wusstest du? Das „Ta-ta-ta-taaa“ gilt als „Schicksalsmotiv“: im Zweiten Weltkrieg stand es (als Morsezeichen für „V“) für den Sieg der Alliierten.
Napoleon
Als Napoleon sich zum Kaiser krönte, tilgte Beethoven die Widmung so wütend, dass ein Loch im Titelblatt entstand.
💡 Wusstest du? Beethoven widmete die „Eroica“ zunächst Napoleon, als der sich zum Kaiser krönte, riss er die Widmung wütend heraus.
Fidelio
Eine Befreiungsoper: Leonore rettet ihren Mann als „Fidelio" verkleidet aus dem Kerker.
💡 Wusstest du? Beethoven quälte sich mit seiner einzigen Oper „Fidelio“ so sehr, dass er sie dreimal überarbeitete und vier verschiedene Ouvertüren schrieb.
Für Elise
Wer „Elise" war, ist bis heute ungeklärt: möglicherweise ein Lesefehler für „Therese".
💡 Wusstest du? Auch die „Mondscheinsonate" trägt ihren Beinamen nicht von Beethoven selbst.
Joseph Haydn
Ein Gönner gab ihm mit auf den Weg, er solle „Mozarts Geist aus Haydns Händen" empfangen.
💡 Wusstest du? Beethoven war mit dem Unterricht bei Haydn unzufrieden und nahm heimlich zusätzlich Stunden bei anderen Lehrern.
rund 20.000
Unter den Fackelträgern war auch Franz Schubert, der nur ein Jahr später starb.
💡 Wusstest du? Bei Beethovens Begräbnis 1827 in Wien säumten geschätzt 20.000 Menschen die Straßen: Schulen blieben geschlossen.
Foto: Joseph Karl Stieler · Public domain · Wikimedia Commons
Ludwig van Beethoven
Ludwig van Beethoven war ein deutscher Komponist, der die Brücke von der Wiener Klassik zur Romantik schlug und die Sinfonie für immer veränderte.
💡 Wusstest du? Seine berühmtesten Werke, darunter die 9. Sinfonie, schrieb er, als er bereits fast völlig taub war.
Foto: Joseph Karl Stieler · Public domain · Wikimedia Commons
Für Elise
Beethovens wohl bekannteste Klavierminiatur, eine Bagatelle in a-Moll. Zu Lebzeiten unveröffentlicht, erschien sie erst 1867: rätselhaft bleibt bis heute, wer „Elise“ war.
💡 Wusstest du? Manche Forscher lesen die Widmung als „Für Therese“ (Therese Malfatti): ein Lesefehler in der Handschrift.
Foto: Joseph Karl Stieler · Public domain · Wikimedia Commons
Mondscheinsonate
Der erste Satz (Adagio sostenuto) mit seinen ruhig wogenden Triolen gehört zum Berühmtesten der Klavierliteratur. Der Beiname „Mondschein“ stammt vom Kritiker Ludwig Rellstab.
💡 Wusstest du? Beethoven überschrieb das Werk „Sonata quasi una fantasia“: Sonate fast wie eine Fantasie.
Foto: Joseph Karl Stieler · Public domain · Wikimedia Commons
5. Sinfonie (Schicksalssinfonie)
Die vier Anfangstöne („kurz-kurz-kurz-lang“) zählen zu den bekanntesten Noten der Welt. Beethoven soll sie als „So pocht das Schicksal an die Pforte“ beschrieben haben.
💡 Wusstest du? Im Zweiten Weltkrieg stand das Motiv für den Morse-Buchstaben „V“ wie Victory: drei kurze Zeichen und ein langes.
Foto: Joseph Karl Stieler · Public domain · Wikimedia Commons
Ode an die Freude (9. Sinfonie)
Das Freudenthema aus dem Finale der Neunten (auf Schillers Ode) ist heute die Europahymne.
💡 Wusstest du? Beethoven war bei der Uraufführung 1824 bereits völlig taub und musste zum jubelnden Publikum umgedreht werden.
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