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Johannes Brahms lernen
14 Fragen · Musik
Johannes Brahms wird 1833 in Hamburg in bescheidene Verhältnisse geboren; als Jugendlicher verdient er Geld als Pianist in Hafenlokalen. Mit 20 klopft er mit einer Empfehlung an die Tür von Robert und Clara Schumann in Düsseldorf und Robert Schumann feiert den Unbekannten sogleich in seinem Artikel „Neue Bahnen" als kommenden Messias der Musik. Ein Ritterschlag, der Brahms zeitlebens verpflichtet, und belastet: „Du hast keinen Begriff, wie es unsereinem zumute ist, immer so einen Riesen hinter sich marschieren zu hören", schreibt er über Beethoven. Mit Clara Schumann verbindet ihn nach Roberts frühem Tod eine tiefe, lebenslange Freundschaft.
An seiner 1. Sinfonie arbeitet Brahms deshalb über 20 Jahre; als sie 1876 endlich erklingt, tauft der Dirigent Hans von Bülow sie respektvoll „Beethovens Zehnte". Drei weitere Sinfonien folgen in kurzem Abstand, dazu das Violinkonzert für seinen Freund Joseph Joachim, zwei Klavierkonzerte und Kammermusik in Fülle. In der Musikwelt gilt Brahms als Gegenpol zur „Neudeutschen Schule" Liszts und Wagners: Er hält an den klassischen Formen fest und füllt sie mit romantischem Feuer.
Seinen Durchbruch beim breiten Publikum bringt 1868 „Ein deutsches Requiem": kein liturgisches Werk, sondern eine tröstende Totenfeier auf selbst gewählte Bibeltexte, geschrieben unter dem Eindruck vom Tod der Mutter. Am bekanntesten aber ist ein kleines Stück: „Guten Abend, gut' Nacht": Brahms' Wiegenlied, das Eltern rund um den Globus singen. Auch seine schwungvollen „Ungarischen Tänze" sind Welthits.
Wusstest du, dass der bärtige Junggeselle als mürrisch galt, heimlich aber Kindern Süßigkeiten zusteckte? Brahms stirbt 1897 in seiner Wahlheimat Wien und wird nahe Beethoven und Schubert begraben, als Dritter im Bunde der „drei großen B": Bach, Beethoven, Brahms.
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