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Claude Debussy lernen
13 Fragen · Musik
Claude Debussy, 1862 in Saint-Germain-en-Laye bei Paris als Sohn eines Ladenbesitzers geboren, kommt mit zehn Jahren ans Pariser Konservatorium und eckt dort bald an: Der eigenwillige Student stellt Regeln der Harmonielehre in Frage, die seit Jahrhunderten gelten. „Das Vergnügen ist das Gesetz", wird er später sagen. 1884 gewinnt er dennoch den begehrten Rompreis, doch die vorgezeichnete Karriere interessiert ihn wenig. Prägender sind andere Eindrücke: die Klänge eines javanischen Gamelan-Orchesters auf der Pariser Weltausstellung 1889, die Dichtung Mallarmés, die Malerei seiner Zeit.
Aus all dem formt Debussy eine neue Klangsprache, die man: gegen seinen Willen: „Impressionismus" tauft: Musik aus Farben, Stimmungen und schwebenden Harmonien statt fester Formen. Sein Orchesterstück „Prélude à l'après-midi d'un faune" (1894) gilt vielen als Geburtsstunde der modernen Musik; Pierre Boulez sagte, mit seiner Flötenmelodie beginne „die Musik unserer Zeit". Es folgen die Meeres-Skizzen „La Mer", die Oper „Pelléas et Mélisande" und Klaviermusik von zauberischer Poesie: allen voran das weltberühmte „Clair de lune" („Mondschein") und das verspielte „Children's Corner" für seine kleine Tochter Chouchou, sein „liebes Klein-Emma".
Privat lebt Debussy das Leben eines Pariser Bohemiens, mit verwickelten Liebesgeschichten und chronischen Geldsorgen; Skandale um seine Trennungen beschäftigen die Gesellschaft. Den Ausbruch aus deutscher Musiktradition betreibt er auch programmatisch: Er signiert zuletzt stolz als „musicien français".
Wusstest du, dass „Clair de lune" nach einem Gedicht von Paul Verlaine benannt ist? Debussy stirbt 1918, während deutsche Geschütze Paris beschießen: im Trubel des Krieges nimmt kaum jemand Notiz vom Tod des Mannes, der der Musik des 20. Jahrhunderts die Tür geöffnet hat.
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