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George Gershwin lernen
13 Fragen · Musik
George Gershwin, 1898 in Brooklyn als Sohn russisch-jüdischer Einwanderer geboren, wächst auf den Straßen New Yorks auf: bis mit zwölf ein Klavier in die Wohnung kommt, eigentlich für den älteren Bruder Ira gedacht. George setzt sich davor und spielt. Mit 15 schmeißt er die Schule und wird „Song Plugger" in der Tin Pan Alley, dem New Yorker Viertel der Musikverlage: Zehn Stunden täglich hämmert er Kunden die neuesten Schlager ins Ohr. Mit 21 landet er mit „Swanee" (gesungen von Al Jolson) seinen ersten Millionenhit.
Dann, am 12. Februar 1924, macht ein Klarinettenglissando Musikgeschichte: In New York wird die „Rhapsody in Blue" uraufgeführt, Gershwin selbst am Klavier. Das Stück verschmilzt Jazz und Konzertmusik zu etwas völlig Neuem und macht seinen Schöpfer zum berühmtesten Komponisten Amerikas. Es folgen das Concerto in F und die Tondichtung „An American in Paris", inklusive echter Pariser Taxihupen im Orchester. Zugleich schreibt George mit Bruder Ira als Texter Broadway-Hit um Broadway-Hit; Songs wie „I Got Rhythm", „Summertime" und „The Man I Love" werden Jazz-Standards für die Ewigkeit.
Sein ehrgeizigstes Projekt vollendet er 1935: „Porgy and Bess", eine Oper über das Leben armer Schwarzer in South Carolina, besetzt ausschließlich mit klassisch ausgebildeten schwarzen Sängerinnen und Sängern: damals ein mutiger Schritt. Anfangs umstritten, gilt sie heute als erste große amerikanische Oper.
Wusstest du, dass Gershwin bei Ravel Unterricht nehmen wollte? Der soll abgelehnt haben: Warum ein zweitklassiger Ravel werden, wenn er ein erstklassiger Gershwin sei? Gershwin stirbt 1937 in Hollywood mit nur 38 Jahren an einem Hirntumor: Amerika trauert wie um einen Präsidenten.
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