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Edvard Grieg lernen
14 Fragen · Musik
Edvard Grieg, 1843 in der norwegischen Hafenstadt Bergen geboren, ist gerade 15, als der berühmte Geiger Ole Bull das Talent des Jungen erkennt und die Eltern überredet, ihn ans Leipziger Konservatorium zu schicken. Mit deutschem Handwerkszeug kehrt Grieg heim und findet dort seine eigentliche Aufgabe: einen norwegischen Ton in der Musik. Volkstänze, Fjorde und Hardangerfiedel klingen fortan durch seine Werke, und Grieg wird zur musikalischen Stimme seines Landes, das damals noch um die volle Eigenständigkeit von Schweden ringt.
Sein Klavierkonzert a-Moll, geschrieben mit nur 24 Jahren, wird mit seinem dramatischen Beginn eines der beliebtesten Klavierkonzerte der Welt; Franz Liszt spielte es begeistert vom Blatt und bestärkte den jungen Norweger. Weltberühmt macht ihn aber ein Auftrag des Dichters Henrik Ibsen: die Schauspielmusik zu „Peer Gynt" (1876). Stücke daraus wie die zarte „Morgenstimmung", „Solveigs Lied" und das bedrohlich anschwellende „In der Halle des Bergkönigs" gehören heute zu den bekanntesten Melodien überhaupt: von Konzertsälen bis zu Filmen und Werbespots.
Daneben schreibt Grieg vor allem im Kleinen groß: zehn Hefte „Lyrische Stücke" für Klavier, Lieder für seine Frau, die Sängerin Nina Hagerup, und die „Holberg-Suite". Mit seinen Ersparnissen baut er sich bei Bergen das Landhaus Troldhaugen („Trollhügel"), wo er in einer kleinen Komponierhütte am Fjord arbeitet.
Wusstest du, dass der weltgewandte Grieg ein früher Star des internationalen Konzertlebens war? Ganz Europa lud ihn als Dirigenten und Pianisten ein. Als er 1907 in Bergen stirbt, erweisen ihm zehntausende Landsleute die letzte Ehre: seine Asche ruht in einer Felsgrotte am Fjord bei Troldhaugen.
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