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Georg Friedrich Händel lernen
14 Fragen · Musik
Georg Friedrich Händel kommt 1685 in Halle an der Saale zur Welt: im selben Jahr wie Johann Sebastian Bach, nur rund 150 Kilometer entfernt. Doch während Bach Zeit seines Lebens in Mitteldeutschland bleibt, zieht es Händel hinaus in die Welt. Der Vater will einen Juristen aus ihm machen, aber der Junge übt heimlich auf einem Clavichord auf dem Dachboden. Nach Lehrjahren in Hamburg und einer prägenden Italienreise landet er schließlich in London und bleibt. 1727 wird er sogar britischer Staatsbürger.
In London erobert Händel zunächst die Opernbühne: Mehr als 40 italienische Opern schreibt er, darunter „Rinaldo" und „Giulio Cesare". Als die Begeisterung für die italienische Oper nachlässt, erfindet er sich neu und wird zum Meister des englischen Oratoriums. Sein „Messiah" („Der Messias"), 1742 in Dublin uraufgeführt, wird sein berühmtestes Werk: allen voran das „Halleluja", bei dem sich das Publikum in England bis heute traditionell von den Plätzen erhebt.
Auch als Komponist für königliche Anlässe glänzt er: Die „Wassermusik" erklingt 1717 bei einer Bootsparty König Georgs I. auf der Themse: der König soll sie so geliebt haben, dass die Musiker sie mehrfach wiederholen mussten. Die „Feuerwerksmusik" von 1749 feiert einen Friedensschluss mit einem gigantischen Spektakel im Londoner Green Park.
Wusstest du, dass sich Bach und Händel, die beiden Barockgiganten desselben Jahrgangs, nie persönlich begegnet sind? Händel stirbt 1759 in London, hochgeehrt, und wird in der Westminster Abbey beigesetzt; eine Ehre, die sonst Königen und Nationalhelden vorbehalten ist. Rund 3000 Menschen kamen zu seiner Beerdigung.
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