🎼
Johann Strauss (Sohn) lernen
14 Fragen · Musik
Johann Strauss Sohn, 1825 in Wien geboren, soll nach dem Willen des Vaters alles werden: nur nicht Musiker. Denn Johann Strauss Vater ist selbst der gefeierte Walzerkönig Wiens und will den Söhnen das unstete Künstlerleben ersparen. Die Mutter aber fördert den Jungen heimlich, und 1844 wagt der 18-Jährige den Eklat: Er debütiert mit eigener Kapelle beim Konkurrenzlokal: die Zeitungen jubeln: „Guten Abend, Vater Strauss! Guten Morgen, Sohn Strauss!" Nach dem Tod des Vaters vereinigt er die Orchester und wird endgültig zum neuen, größeren „Walzerkönig".
Strauss macht den Wiener Walzer zur Weltmusik: „Geschichten aus dem Wienerwald", „Wein, Weib und Gesang", „Kaiser-Walzer" und über allem „An der schönen blauen Donau" (1867), die heimliche Hymne Österreichs, ohne die kein Wiener Neujahrskonzert enden darf. Der Betrieb ist ein Familienunternehmen: Die Brüder Josef und Eduard dirigieren die Strauss-Kapellen, die im Akkord über Bälle und Konzerte tingeln; ein Musik-Imperium, wie es Europa nicht gesehen hat. Tourneen führen Johann bis nach Russland und Amerika: In Boston dirigiert er 1872 ein Monsterkonzert vor rund 100.000 Zuhörern.
Mit Mitte vierzig erobert Strauss auch das Theater: Seine Operette „Die Fledermaus" (1874) mit ihrer champagnerseligen Ballnacht wird das Meisterwerk der Gattung, der „Zigeunerbaron" ein weiterer Welterfolg. Selbst Brahms und Wagner verneigen sich vor seinen Melodien.
Wusstest du, dass Brahms einer Verehrerin unter die Anfangstakte des Donauwalzers schrieb: „Leider nicht von Johannes Brahms"? Strauss stirbt 1899 in Wien. Sein Donauwalzer flog übrigens bis ins All: In Kubricks „2001" tanzen Raumstationen zu seinen Klängen.
Kostenlos üben
In PurFact kommt jede Karte genau dann wieder, wenn du sie sonst vergessen würdest. So bleibt das Wissen hängen.