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Giacomo Puccini lernen
13 Fragen · Musik
Giacomo Puccini, 1858 in der toskanischen Stadt Lucca geboren, entstammt einer Dynastie von Kirchenmusikern: seit vier Generationen stellen die Puccinis die Organisten des Doms. Doch der junge Giacomo will etwas anderes: Nachdem er zu Fuß ins nahe Pisa gepilgert ist, um Verdis „Aida" zu sehen, steht sein Entschluss fest: Oper. Am Mailänder Konservatorium ausgebildet, teilt er sich als armer Student mit Kommilitonen ein Zimmer; die Erinnerung an diese Bohème-Jahre wird später Weltliteratur in Tönen.
Mit „Manon Lescaut" (1893) gelingt der Durchbruch, dann folgt der Dreiklang, der ihn zum meistgespielten Opernkomponisten nach Verdi macht: „La Bohème" (1896) über Liebe und Armut im Pariser Künstlermilieu, „Tosca" (1900) mit der Arie „E lucevan le stelle" und „Madama Butterfly" (1904) über die verratene japanische Braut, deren Mailänder Uraufführung erst gnadenlos durchfällt, ehe die überarbeitete Fassung triumphiert. Puccini ist Meister des Verismo, der wahrhaftigen Oper: Seine Heldinnen sind keine Göttinnen, sondern Näherinnen, Sängerinnen, Geishas: Menschen, deren Schicksale unter die Haut gehen, getragen von Melodien von unwiderstehlichem Schmelz.
Der Erfolg macht Puccini reich; er leistet sich Jagdgründe, Motorboote und schnelle Automobile: 1903 überlebt er als einer der ersten Prominenten einen schweren Autounfall. Zuletzt arbeitet er an seinem ehrgeizigsten Werk: „Turandot", der Oper um die eiskalte chinesische Prinzessin, mit der Arie „Nessun dorma".
Wusstest du, dass Puccini „Turandot" nie vollenden konnte? Er stirbt 1924 in Brüssel an den Folgen seiner Kehlkopfkrebs-Behandlung. Bei der Uraufführung 1926 legte Dirigent Arturo Toscanini an der Stelle, an der Puccinis Manuskript endet, den Taktstock nieder: „Hier endet die Oper, weil an dieser Stelle der Maestro gestorben ist."
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