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Sergei Rachmaninow lernen
12 Fragen · Musik
Sergei Rachmaninow, 1873 auf einem Landgut bei Nowgorod geboren, wächst in eine verarmende russische Adelsfamilie hinein. Am Moskauer Konservatorium glänzt er als Pianist und Komponist; sein Prélude cis-Moll macht den 19-Jährigen mit einem Schlag berühmt: so berühmt, dass ihn das Publikum sein Leben lang bei jedem Konzert um „das" Prélude bittet, bis er es nur noch widerwillig spielt.
Dann der Absturz: Die Uraufführung seiner 1. Sinfonie 1897 gerät zum Desaster: der Dirigent ist wohl betrunken, die Kritik vernichtend. Rachmaninow verfällt in eine dreijährige Schaffenskrise und schreibt kaum noch eine Note. Die Rettung bringt der Arzt Nikolai Dahl, der ihn mit hypnotischen Suggestionen behandelt: „Sie werden Ihr Konzert schreiben, es wird ausgezeichnet." Es wirkt. Das 2. Klavierkonzert (1901), Dahl gewidmet, wird ein Welterfolg und bis heute eines der beliebtesten Klavierkonzerte überhaupt, dessen Melodien sogar Popsongs speisen. Ihm folgen die 2. Sinfonie, das furchtgebietend schwere 3. Klavierkonzert und die „Rhapsodie über ein Thema von Paganini".
Die Oktoberrevolution 1917 reißt Rachmaninow die Heimat weg: Mit der Familie flieht er über Skandinavien in die USA und beginnt mit 44 noch einmal von vorn: nun vor allem als Klaviervirtuose, der rastlos durch Amerika und Europa tourt und als einer der größten Pianisten aller Zeiten gilt. Komponiert wird kaum noch; „mit Russland verlor ich die Lust am Komponieren", klagt er. Sein Heimweh gießt er in die wenigen späten Werke wie die „Sinfonischen Tänze".
Wusstest du, dass Rachmaninows riesige Hände über anderthalb Oktaven griffen? Er stirbt 1943 in Beverly Hills, kurz vor seinem 70. Geburtstag: wenige Wochen nachdem er die amerikanische Staatsbürgerschaft erhalten hatte.
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