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Richard Strauss lernen
14 Fragen · Musik
Richard Strauss, 1864 in München geboren, wächst mit Musik auf: Sein Vater ist erster Hornist der Münchner Hofoper und ein erklärter Wagner-Verächter, der den Sohn streng klassisch erzieht. Es nützt nichts: Der junge Richard verfällt der neuen Musik und wird mit seinen sinfonischen Dichtungen zum kühnsten Orchesterzauberer seiner Zeit. „Don Juan", „Till Eulenspiegels lustige Streiche", „Ein Heldenleben" und „Also sprach Zarathustra", dessen Sonnenaufgangs-Fanfare durch Stanley Kubricks „2001: Odyssee im Weltraum" weltberühmt wurde.
Dann erobert Strauss die Oper: „Salome" (1905) nach Oscar Wilde schockiert mit ihrem Schleiertanz die Sittenwächter: der Kaiser rümpft die Nase, die Kassen klingeln; vom Erlös baut sich Strauss seine Villa in Garmisch. Nach der schroffen „Elektra" beginnt die legendäre Partnerschaft mit dem Dichter Hugo von Hofmannsthal: Ihr „Rosenkavalier" (1911), eine Walzer-selige Komödie im Wien Maria Theresias, wird sein größter Bühnenerfolg. Strauss ist zugleich Stardirigent und geschäftstüchtiger Organisator: Er kämpft für Urheberrechte der Komponisten und gehört zu den Mitbegründern der Salzburger Festspiele.
Sein Verhältnis zur NS-Zeit bleibt umstritten: 1933 lässt er sich zum Präsidenten der Reichsmusikkammer machen, fällt aber 1935 in Ungnade, als sein Brief an den jüdischen Librettisten Stefan Zweig abgefangen wird: auch schützt er seine jüdische Schwiegertochter und deren Familie. Die Zerstörung der deutschen Opernhäuser im Krieg verarbeitet der Über-Achtzigjährige in den „Metamorphosen", einer Trauermusik für 23 Streicher.
Wusstest du, dass seine „Vier letzten Lieder" (Abschiedsmusik von herbstlicher Schönheit) erst nach seinem Tod uraufgeführt wurden? Strauss stirbt 1949 in Garmisch, 85 Jahre alt: „Sterben ist gerade so, wie ich es in ‚Tod und Verklärung' komponiert habe."
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