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Gioachino Rossini lernen
14 Fragen · Musik
Gioachino Rossini, 1792 in der Adriastadt Pesaro geboren, ist das größte Schnellschreib-Genie der Operngeschichte. Der Sohn eines Hornisten und einer Sängerin wächst hinter den Kulissen auf und liefert schon mit Anfang 20 einen Erfolg nach dem anderen. Seine berühmteste Oper, die Komödie „Der Barbier von Sevilla", schreibt er 1816 in kaum drei Wochen; die Premiere in Rom gerät zwar zum Fiasko mit Buhrufen und einer über die Bühne laufenden Katze, doch schon der zweite Abend wird ein Triumph. Mit Figaros Auftrittsarie „Largo al factotum" und der quirligen Ouvertüre gehört das Stück bis heute zu den meistgespielten Komödien des Musiktheaters.
Rossinis Markenzeichen ist das „Rossini-Crescendo": eine kurze Phrase, wieder und wieder gesteigert, bis der ganze Saal unter Strom steht. Fast 40 Opern schreibt er in nur zwei Jahrzehnten: Komödien wie „La Cenerentola" (Aschenputtel) und „Die diebische Elster", aber auch ernste Werke. 1829 setzt der Mittdreißiger mit „Wilhelm Tell" in Paris einen letzten Meilenstein; die Ouvertüre mit ihrem galoppierenden Finale kennt heute jedes Kind.
Und dann: nichts mehr. Auf dem Gipfel des Ruhms hört Rossini mit 37 einfach auf, Opern zu schreiben. Fast vier Jahrzehnte lebt er noch, als gefeierter Gastgeber in Paris, wo er sich seiner zweiten großen Leidenschaft widmet, dem Essen. Der passionierte Gourmet und Hobbykoch gibt legendäre Diners; das „Tournedos Rossini" mit Gänseleber und Trüffel trägt seinen Namen. Komponiert wird nur noch zum Vergnügen: die geistvollen Miniaturen nennt er „Alterssünden".
Wusstest du, dass Rossini ein Schaltjahrkind war? Geboren am 29. Februar, konnte er nur alle vier Jahre „echten" Geburtstag feiern. Er stirbt 1868 bei Paris; sein Grab ist heute in der Kirche Santa Croce in Florenz.
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